WILHELMSHAVEN - Der Publikumsverkehr in der Geschäftsstelle des Wilhelmshavener HV war groß am Freitagnachmittag, alle wollten ein Ticket für das Spitzenspiel der Dritten Handballliga. Als solches bezeichnen die Trainer der Nordstaffel die Begegnung des zweiten Spieltags nämlich, wenn der WHV die Handballfreunde (HF) Springe empfängt. Am Sonnabend um 19.30 Uhr ist Anpfiff in der Nordfrost-Arena.
Trotz der neuen Staffel sind die HF Springe keine Unbekannten für die Mannschaft von Christian Köhrmann. Schon in der Vorbereitung trafen die beiden Teams bei einem Turnier in Hildesheim aufeinander, da setzten sich die Handballer aus Springe mit sechs Toren durch. Damit das nicht noch einmal passiert, hat Köhrmann mit seiner Mannschaft seitdem vor allem im Abwehrbereich hart gearbeitet. Dem Attribut 'Spitzenspiel' will er nicht uneingeschränkt zustimmen, er sagt aber: 'Wir spielen gegen den Aufstiegsaspiranten Nummer eins.'
Da muss im Vergleich zu der Partie in der Vorbereitung einiges besser gemacht werden. Individuelle Fehler in der Abwehr, verlorene Zweikämpfe sowie Undiszipliniertheiten soll es heute Abend nicht wieder geben. 30 gute und 30 nicht so gute Minuten hat Trainer Christian Köhrmann in seiner Defensive beim Spiel in Aurich vergangene Woche ausgemacht, gegen die Handballfreunde Springe müssen es schon 60 sein, um das Spiel zu gewinnen.
Dem WHV fallen weiterhin Evgeny Vorontsov und Ivo Warnecke aus, während Matej Kozul mit einem Muskelfaserriss zu kämpfen hat und Lukas Mertens die Einheiten unter der Woche wegen einer Trainer-Ausbildung verpasste. Allerdings springen dafür andere in die Bresche, um dem großgewachsenen Springer Bollwerk um Spieler wie Tim Coors, Arkadiusz Bosy oder Pawel Pietak beizukommen. Die erfahrene Mannschaft von Trainer Sven Lakenmacher ist auf allen Positionen doppelt gut besetzt und nicht zu Unrecht Aufstiegsfavorit.
