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Kramp-Karrenbauer zu Besuch in Wilhelmshaven Militärseelsorger bringt Internet-Gemeinde mit

Wilhelmshaven - Diese Chance konnte er sich einfach nicht entgehen lassen. Als Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Montag die Marine in Wilhelmshaven besuchte, bat er sie, mit dem Mobiltelefon ein gemeinsames Bild machen zu dürfen - und postete wenig später einen besonderen Selfie-Gruß an seine Facebook-Freunde.

Diego Oscar Elola sieht sich selbst nicht als „Hans Dampf in allen Gassen“, gilt aber bei seinen Anhängern im positiven Sinne als „bunter Hund“, ein kommunikationsfreudiger Zeitgenosse, der mit seinem Smartphone gern möglichst viele Menschen an seinem Leben teilhaben lässt.

Gebürtiger Argentinier

Der gebürtige Argentinier, der seit 2007 auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, ist katholischer Priester und davon beseelt, die gute Nachricht über die Liebe Gottes zu den Menschen so intensiv wie möglich zu verbreiten. „Gottes Wort gehört in alle Kanäle“, sagt er im Gespräch mit der Nordwest-Zeitung. Und deshalb nutzt er neben der E-Mail- oder WhatsApp-Kommunikation auch Instagram, Facebook und YouTube, um dort von seiner besonderen Freundschaft zu Gott zu erzählen, ihnen Mut zu machen, sie mit kurzen Botschaften fröhlich zu stimmen – oder ihnen die Möglichkeit zu geben, ein kurzes Gebetsanliegen zu formulieren.

Zum Interviewtermin ist er im offenen Auto gekommen, um die frische Küstenluft zu genießen – und mal eben einen Wochenend-Segen über das Internet zu senden. Die Zahl seiner Freunde und Follower ist groß. Bei Facebook und Instagram sind es jeweils deutlich mehr als 3000 und mehr als 1000 haben ihn außerdem auf YouTube abonniert.

KRAMP-KARRENBAUER IN WILHELMSHAVEN „Ministerin an Bord“ – Truppenbesuch bei der Marine

Helmut Reuter
Wilhelmshaven

Die Internet-Gemeinde hat Pfarrer Diego mitgebracht, als er im vergangenen Monat nach Wilhelmshaven kam, um bei der Marine als Militärseelsorger zu arbeiten. Neun Jahre hat der heute 41-Jährige vorher in Mannheim gearbeitet, wo er in bester Erinnerung ist, weil er einen bemerkenswerten Beitrag dazu leistete, um die spanisch-sprechenden Christen in das Glaubensleben der Stadt zu integrieren. Später war er dann für eine Übergangszeit in Sigmaringen, wo er nicht recht heimisch wurde.

Auch in der Stadt aktiv

Da er bereits vor Jahren ein Praktikum bei der Militärseelsorge in Wilhelmshaven absolviert hatte, war der Wechsel schnell vollzogen. Hier lernt er nun nicht nur, sich in der Marine zurechtzufinden, sondern verstärkt auch das Priesterteam der Wilhelmshavener Gemeinde St. Willehad.


Für seine Internet-Gemeinde hat er ein besonderes Markenzeichen gestaltet. Es handelt sich um „Pennant Eight“. Dieser „Signalwimpel Nummer acht“ mit einem langgezogenen roten Kreuz wird auf Marineschiffen gehisst, wenn Gottesdienst gefeiert wird. Und das ist dem schnellen Pfarrer auch wichtig: Manchmal unter dem Kreuz zur Ruhe kommen.

Jürgen Westerhoff
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