Wilhelmshaven - Riesenbeifall gab es am Sonntag für das traditionelle Weihnachtskonzert des Mariengymnasiums zu Jever in der sehr gut besuchten Stadtkirche. Auch ohne das vor einigen Jahren aufgelöste Orchester war die Vielfalt dessen, was Frank Roloff als musikalischer Leiter erneut aufbot, sehr beeindruckend.
Zur Eröffnung spielte die Bläserklasse 6b das Trumpet voluntary und später ließen die jungen Blechbläser noch einige Klassiker folgen. Ähnlich umjubelt wie die 6b waren später aber auch die noch jüngeren Bläser der 5c mit ebenfalls vier Beiträgen, die sehr vielversprechend klangen. Auch der unter Leitung von Andreas Piter neu hinzugekommene A-capella-Chor wusste mit der norwegischen Weise Mitt Hjerte alltid vanker zu gefallen .
Gleich mehrere Klavierbeiträge gerieten zu Ohrwürmern, wobei insbesondere die Duette mal von Daaje Anna Janssen und Lehnert Dirks, mal von den Zwillingen Maya und Tessa Roos Glanzlichter setzten. Jelena Naß wiederum vertraute einfach auf Stimme und Gitarre und überzeugte sowohl ganz solo wie später auch bei dem von Marcus Cordes und Sven Schultze instrumental unterstützten Wild Rose aus den Pirates of Doom.
Zwei der durchweg guten Beiträge des fast zweistündigen Reigens schöner und zumeist weihnachtlicher Melodien aber ragten heraus. Das war zunächst das norwegische Lied Bla Salme, das Sarah-Dien Kleen und Nina Carstensen mit harmonierendem Sopran-Stimmen vortrugen, dabei unterstützt von Jens Schipper (Trompete) und Andreas Piter (Klavier). Zu einem weiteren Höhepunkt wurde die Hommage an den kürzlich verstorbenen langjährigen Kirchenmusikdirektor Günter Maurischat, der ja über Jahrzehnte auch Lehrer am Mariengymnasium war.
Der große, in letzter Zeit stark verjüngte Schulchor verlieh dem von Maurischat vertonten Hört der Engel helle Lieder wunderbare Strahlkraft. Doch auch die übrigen Lieder des ebenso stimmstarken wie fein abgestimmten Chores vom African Noel bis zum Shalom zum jüdischen Chanukka-Fest gaben dem herzerwärmenden Abend eine stimmungsvolle Note.
