Wilhelmshaven - Seit Jahren wird von den anstehenden Bauvorhaben im Marinearsenal geredet, mehrfach mussten Planungen und Starttermine verschoben werden. Dabei hatten sich Arsenäler und Mitarbeiter des Staatlichen baumanagements bereits vor Jahren eng abgestimmt, um fundierte Anforderungen vor Baubeginn festzuhalten. Vor knapp zwei Jahren hatte der Bund dann die ersten rund 80 Millionen Euro bewilligt: Unter anderem für die technische Erschließung der Baufelder für die künftigen Werkstatthallen. Diese Arbeiten sind längst angelaufen und dauern an.

Doch nun geht es richtig los mit der größten Modernierungsmaßnahme auf dem Gelände rund um den sogenannten Bauhafen. Das zuständige neu strukturierte Staatliche Baumanagement Region Nord-West hat in seiner Regionalstelle Wilhelmshaven wie berichtet ein 20-köpfiges Projektteam aufgestellt, dass sich aussschließlich mit den Maßnahmen im Marinearsenal befassen wird.

Als Pendant dazu hat das Marinearsenal ein sogenanntes Aufgabenfeld mit neun Mitarbeitern geschaffen, die ausschließlich die Baumaßnahmen begleiten. So sollen in den kommenden Jahren alle Maßnahmen mit der bauausführenden Behörde abstimmen, damit die Instandsetzung der Schiffe und Boote der Marine auch während der Baumaßnahmen sichergestellt ist.

Vor Ort hatten sich am Dienstag Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers und Vertreter des Staatlichen Baumanagements im Austausch mit dem Leitenden Direktor Rainer Sacher über die anstehenden Vorhaben im Marinearsenal informiert. So soll es einen Ersatz für die Halle zur Dampfstrahlreinigung geben (geplante Bauzeit 03/2022 - 04/2025), dazu Neubauten für drei weitere Werkhallen (Halle 002: Bauzeit ca. 05/2024 - 11/2030; Halle 015: ca. 06/2024 - 02/2027; Halle 005: ca. 07/2024 - 05/2028). Das größte Einzelprojekt ist der Bau des Trockendocks. All das soll die Zukunftsfähigkeit des Arsenals und die Einsatzfähigkeit der Marine sichern.

Derzeit auch von außen sichtbar sind Arbeiten vor dem Tor 4. Hier werden gerade Puffer-Halteflächen für Liefer- und Baustellenfahrzeuge geschaffen. Mit einem „Liegenschaftsbezogenen Ausbaukonzept“ hat sich das Arsenal auf die gleichzeitig ablaufenden zukünftigen Baumaßnahmen auf dem Gelände eingestellt. So sollen die Beeinträchtigungen für die Nachbarschaft, den öffentlichen Verkehr und den laufenden Dienstbetrieb im Arsenal möglichst gering gehalten werden.

Michael Halama
Michael Halama Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung