Wilhelmshaven - Ausgerechnet in dem Jahr, in dem die Marinejugend in Wilhelmshaven ihr 60-jähriges Bestehen feiern kann, ist sie in schwieriges Fahrwasser geraten. Weder in der ersten, regulären Jahreshauptversammlung, noch in einer im Februar anberaumten außerordentlichen Mitgliederversammlung gelang es, die durch den - angekündigten - Rückzug des 1. Vorsitzenden und der Kassenwartin entstandene Lücke zu schließen.
Die Verantwortung lastet nun vor allem auf dem 2. Vorsitzenden Waldemar Gründler, der berufsbedingt auf Dauer nicht an der Spitze verbleiben mag. Wir müssen die Arbeit wieder auf mehr Schultern verteilen, sagt Gründler. Um wieder mehr Wasser unter den Kiel zu bekommen und das Schiff Marinejugend wieder flott zu machen, versuchen die verbliebenen Aktiven jetzt einen Vorstoß mit dem Ziel, Interessierte für ein Engagement in dem Verein zu gewinnen.
Dafür setzt sich auch Joachim Klümper ein, der die Hälfte der sechs Jahrzehnte, die die Marinejugend in Wilhelmshaven besteht, ihr Vorsitzender war, von 1979 bis 2009. Nun betreut er weiterhin das ehemalige Schnelle Minensuchboot Steinbock, das seit 1976 als Heim- und Wohnboot neben dem Vereinsheim am Bontekai liegt. Übrigens zuletzt gebucht von einer Kinder-Rugbymannschaft von Zehn- bis 13-Jährigen aus Heidelberg, die dort begeistert an und unter Deck auf Erkundungstour gingen.
