WILHELMSHAVEN - Der Jade-Weser-Port ist am Wochenende Ziel von gleich zwei Mega-Containerfrachtern auf Jungfernfahrt gewesen. Die 'Milan Maersk' und die 'Marseille Maersk' wurden gleichzeitig im Containerterminal Wilhelmshaven abgefertigt.
Die 'Milan Maersk', Baujahr 2017, fuhr auf ihrer ersten Reise als ersten deutschen Hafen Hamburg an, kam dann über Göteborg (Schweden) und Aarhus (Dänemark) nach Wilhelmshaven an den Jade-Weser-Port.
Die 'Marseille Maersk', Baujahr 2018, fuhr auf ihrer Asien-Nordeuropa-Tour zuerst Bremerhaven an und kam über Hamburg an den Containerterminal am tiefen Jadefahrwasser in Wilhelmshaven, der zu jeder Zeit von den weltgrößten Containerschiffen nach einer kurzen Revierfahrt aus der Deutschen Bucht angelaufen werden kann.
Beide Frachter wurden von der Daewoo Shipbuilding Marine Engineering in Südkorea abgeliefert.
Es handelt sich um modifizierte Ausgaben der Maersk Triple E Containerschiffe, und zum ersten Mal lagen sie am Samstag in Wilhelmshaven gemeinsam in einem Hafen an der Pier.
Bei fast gleichen Abmessungen ist im Gegensatz zur ersten Triple E Klasse bei der zweiten Generation die Containerkapazität von 18 270 auf 20 586 TEU (TEU = 20-Fuß-Standardcontainer) gesteigert worden. Diese Ladungssteigerung wurde unter anderem durch das Versetzen des Deckshauses nach vorne und des Maschinenraums weiter nach hinten erzielt. Weiter wurde die Seitenhöhe des Rumpfes von 30,30 auf 33,20 Meter erhöht.
Der Tiefgang stieg hierdurch von 14,50 Meter auf 16,50 Meter, und weitere Container können dadurch im Laderaum gestaut werden. Auf ihren Routen von Fernost nach Europa läuft die 'Milan Maersk” in Europa noch Rotterdam und die 'Marseille Maersk' unter anderem Felixstowe, Antwerpen und Le Havre an.
