Wilhelmshaven - Sonnabend morgen, 10 Uhr. In der Mozartstraße zwischen Peter- und Viktoriastraße kratzen der Nabu-Pressewart Werner Hoffmann mit Enkelin Maya (10) und Anwohner Bernd Heiden verwelkte und von Miniermotten befallene Kastanienblätter zusammen, stets darauf bedacht, nicht in Hundekot zu treten.
Ein paar Häuser weiter sind Stümperts aus Haus Nr. 15 a zu viert und Schneiders (Haus Nr. 25a) dem Aufruf des Naturschutzbundes und der Wilhelmshavener Zeitung zum Kampf gegen die Miniermotte gefolgt. Die Nachbarn aus 27a, Behringers, werden später eingreifen, wie man erfahren hat. Einige der von der Wilhelmshavener Zeitung kostenlos zur Verfügung gestellten blauen Plastiksäcke sind schon gefüllt und zugebunden. Sie werden am heutigen Montag von der Stadt abgeholt, habe Klaus Timmermann, bei der Stadt für die Unterhaltung von Straße und Grün zuständig, versprochen.
Gewonnen wäre damit wenig, wie Werner Hoffmann feststellen musste. Denn offensichtlich haben die Anwohner der oberen Mozartstraße nördlich der Bremer Straße den Aufruf nicht vernommen oder einfach ignoriert. Dort lagen die Blätter, in denen die dritte Generation dieses Jahres der Miniermotten ihren Winterschlaf plant, noch haufenweise herum.
Zwar ist in den vergangenen Tagen das Gros der Kastanienblätter, das auf dem Fahrradweg und dem Gehweg entlang der Mozartstraße lag, zusammengefegt oder zusammengeblasen und auch von Mitarbeitern des Straße und Grün abtransportiert worden.
Der Miniermotte könne aber nur dann wirksam der Garaus gemacht werden, so Hoffmann, wenn möglichst alle befallenen Blätter verschwinden und verbrannt werden.
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