WILHELMSHAVEN - Die zweite Theaterfabrik 'Wilhelmshaven – Meine Stadt' ist abgeschlossen. In der letzten Märzwoche nahmen daran 48 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren teil. Sie arbeiteten in den vier Spielwerkstätten Stadtgeschichten mit der Schauspielerin Brit Bartuschka, Stadtklang mit Komponist und Theatermusiker Erich A. Radke, Stadtgewand mit der Kostümbildnerin und Textilkünstlerin Sandra Becker und Stadtbewegung mit Marco Jodes, Tänzer und Choreograph. Initiiert wurde die Aktion von der Jungen Landesbühne, der jungen VHS und Musikschule Wilhelmshaven in Zusammenarbeit mit der Grundschule Rheinstraße, gefördert von der Stiftung Niedersachsen. Die Abschluss-Präsentation mit viel Besucherandrang von Eltern und Freunden wurde am Freitag in der Grundschule ausgerichtet.
Zunächst begrüßte Schulleiter Bert Bergner Schüler, Eltern und Begleiter. Nachdem der Thematik über zuletzt das Mittelalter in der ersten Theaterfabrik behandelt worden war, stand diesmal 'Wilhelmshaven – Meine Stadt' mit vier Spielwerkstätten auf dem Programm, das auch in den kommenden Jahren mit neuen Themen in Verbindung mit den Osterferien fortgesetzt werden soll. Anschließend wünschte die Projektleitung mit Dr. Michael Höcke, junge VHS, und Viktoria Klawitter, Junge Landesbühne, den Besuchern viel Spaß und belebende Fantasie bei dem Rundgang durch die Grundschule zu den vier Spielwerkstätten der Theaterfabrik.
In einer Stadt kommen Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt zusammen, einige Familien wohnen schon immer in Wilhelmshaven. In der Werkstatt 'Stadtgeschichten' wurden spannende und vielleicht auch seltsame Geschichten der Menschen dieser Stadt erforscht und erarbeitet, nachgespielt und mit Visionen vom Leben in 50 Jahren ergänzt.
Eine Stadt erzeugt rund um die Uhr Geräusche – mal reale Musik, mal Möwengeschrei und Meeresrauschen, mal das Pfeifen des Windes oder das Klappern der eigenen Schule auf dem Gehweg. Wilhelmshaven wurde von der Spielwerkstatt als Ausgangspunkt zur Erzeugung von ganz eigenem Klangmaterial genutzt.
Mit der Kleidung können die Menschen ausdrücken, wer sie sind und was sie fühlen. Kleidung hat aber auch die Funktion, vor Kälte und Regen zu schützen. Welche Funktionen und Elemente jedoch eine spezielle Wilhelmshaven-Mode haben sollte, versuchte die Spielwerkstatt 'Stadtgewand' aufzuzeigen.
Häuser, Orte und Räume können die Menschen in bestimmte Stimmungen versetzen. Einige davon werden gerne besucht, andere bleiben völlig unübersichtlich und wieder andere langweilig. Gemeinsam untersuchte die Spielwerkstatt 'Stadtbewegung' verschiedene Orte, von denen eine starke Atmosphäre und sichtbare Stimmungen ausgehen. Vielleicht gelingt es, die Häuser und Plätze der Jadestadt in Bewegung zu versetzen.
