Wilhelmshaven - Eins ist den Lehrern und Schülern der Musikschule Wilhelmshaven im vergangenen Jahr klar geworden: Musikinstrumente oder Gesang online zu unterrichten, ist zwar möglich. Aber der direkte Kontakt ist doch unersetzlich. Zum Beispiel, weil ein Zusammenspiel von Schüler und Lehrer wegen der leichten zeitlichen Verzögerung nicht möglich ist, weil Schüler von ihrer häuslichen Umgebung abgelenkt sind, weil der direkte, unmittelbare Austausch schlicht fehlt. „Wir freuen uns zwar, dass wir so überhaupt den Kontakt halten können“, so Leiterin Katharina Sapozhnikov. Natürlich wünsche sie sich aber, dass man sich bald wieder live und in Farbe sehen kann.
Hoffnung auf Öffnung
Wegen der Corona-Pandemie ist ein Präsenzunterricht momentan bis mindestens zum 31. Januar nicht möglich. Danach hofft die Musikschule, dass es wieder losgehen kann. Und auch, wenn nicht, wird man sich alternative Angebote überlegen. Gestern stellte die Leiterin das Programm für das neue Halbjahr vor.
Weil die Musikschule eine Bildungseinrichtung ist, durfte sie im Lockdown-Light im November zunächst geöffnet bleiben. Nun aber darf der Unterricht nur noch online stattfinden. Sapozhnikov hofft, dass sich das im Februar ändert. Denn dann könnte das Programm so wie geplant umgesetzt werden – natürlich unter Einhaltung sämtlicher Hygieneauflagen. „Wir sind in der Vergangenheit zum Beispiel auf größere Räume ausgewichen, haben kleinere Gruppen unterrichtet und sind im Sommer draußen zusammengekommen.“
Sollte die Musikschule weiterhin geschlossen bleiben müssen, werde man sich alternative Angebote überlegen. So oder so: Für das, was geht, will die Musikschule aber Vollgas geben.
Bewährtes Angebot
Im Elementarbereich gibt es wieder Musik für die Kinder, in drei Gruppen eingeteilt: Musik für die Kleinsten von fünf bis 18 Monaten, für Eineinhalb- bis Dreijährige und die musikalische Früherziehung für Vierjährige. Fünf- bis Sechsjährige können Cajon lernen.
Der Instrumental- und Vokalunterricht soll wie gewohnt in Gruppen- und Einzelunterricht stattfinden. Erwachsene sind ausdrücklich auch eingeladen, die Angebote wahrzunehmen. Besonders Lehrer Hecotr Company, der schon zu Pandemie-Zeiten zur Musikschule kam, freut sich über Blechbläser. Für wen es finanziell eng ist, der kann sich Instrumente leihen, grundsätzlich gibt es soziale Ermäßigungen. „Da können Interessierte uns gerne ansprechen“, so Sapozhnikov.
Zusätzliche Angebote und Ensembles wie der Kammerchor, das Blasorchester, das Kleine Streichorchester oder die Band der Musikschule können momentan natürlich nicht miteinander musizieren. Wenn das wieder möglich ist, können Interessierte aber gerne schnuppern kommen.
Kurse in Planung
Bewährte Kurse und Workshops sollen falls möglich ebenfalls wieder angeboten werden: Ukulele für Erzieherinnen, Notenlernen für Erwachsene oder zum Beispiel ein Workshop über den Gitarristen Eddie Van Halen.
Ein geplantes Instrumentenkarussell, bei dem Kinder und Erwachsene Instrumente testen können und das für den Januar geplant war, soll eventuell in die Zukunft oder abgewandelt angeboten werden.
Wer Interesse an einem Angebot hat, kann sich telefonisch (16 40 28), per E-Mail musikschule@wilhelmshaven.de oder unter der Homepage musikschule-wilhelmshaven.de melden. Gerade, weil noch nicht klar, ist ob alle stattfinden kann, betont Katharina Sapozhnikov: „Es muss auch nicht sofort bezahlt werden, erst einmal geht es nur darum, Interesse zu bekunden.“
