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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

Angst um Zukunft des Marinearsenals

09.05.2019

Wilhelmshaven Große Aufregung und Angst um die Zukunft im Wilhelmshavener Marinearsenal. „Wir sollen offenbar zum Bauernopfer gemacht und für etwas bestraft werden, für das wir keine Verantwortung tragen“, erklärten Vertrauensleute der Gewerkschaft „Verdi“ im Gespräch mit Journalisten.

Nach dem Desaster um die Renovierung des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ hatte das Verteidigungsministerium angekündigt, dass 300 Dienstposten aus dem Arsenal organisatorisch in die übergeordnete Koblenzer Behörde verlagert werden sollen. Auch wenn die Arbeitsplätze in Wilhelmshaven bleiben sollen, sei dies keine Lösung der derzeitigen Probleme im Bereich der Rüstung.

Frank Oltmanns, Gerri Mahler und Peter Schmidt äußerten als Vertreter der Verdi-Vertrauensleute im Arsenal erhebliche Bedenken an der Sinnhaftigkeit der angekündigten Maßnahmen. Derzeit herrsche in dem Betrieb große Verunsicherung, weil niemand wisse, wie es weitergehe.

Gewerkschaftssekretärin Heike Boldt sprach von einer „Nebelkerze“, die von der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gezündet worden sei. Ihr Kollege Daniel Volbrecht ergänzt: „Das Ändern der Türschilder kann doch keine Lösung der Probleme sein.“

Die Belegschaft fordere, in die anstehenden Entscheidungen eingebunden zu werden. Dass dies in der Vergangenheit nicht geschehen sei, müsse als gravierender Fehler angesehen werden. Frank Oltmanns: „Wir wollen nicht auf die Schlachtbank geführt werden, sondern fordern ein starkes Arsenal.“ Mit mehr Mitarbeitern im Arsenal wären die Fehler der Vergangenheit gar nicht passiert.

Eine besondere Sorge der Arsenalbeschäftigten ist der Trend zur Vergabe von immer mehr Aufgaben an Firmen von außerhalb. Man habe festgestellt, dass immer mehr „Subunternehmen von Subunternehmen“ mit Arsenalaufgaben beauftragt würden. Diese Auftragsvergabe, die sich nur am Preis und nicht an der Qualität der Arbeit orientiere, führe zu schlimmen Verhältnissen. So seien inzwischen ähnlich wie in der Fleischindustrie immer mehr Arbeitnehmer aus Osteuropa im Arsenal tätig – und zwar unter prekären Bedingungen, für die sich niemand interessiere.

Auch aus Sicherheitsüberlegungen sei dies eine bemerkenswerte Entwicklung. Zwar werde auch für die Arbeitnehmer der Subunternehmer jeweils eine entsprechende Untersuchung eingeleitet, doch seien die betroffenen Arbeitnehmer oft schon wieder abgezogen, bevor die Sicherheitsüberprüfung abgeschlossen sei, beklagten die Gewerkschafter.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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