Wilhelmshaven - Im Erdgeschoss Brettspiele und oben das Oldenburger Computer-Museum mit Silva und Thiemo Eddicks: Das Küstenmuseum veranstaltete die 12. Nacht der Spiele.
Für manche Besucher eine Premiere
Vanessa Maréchal war mit ihrer fünfköpfigen Familie erstmals dabei. „Ich schwelge bei Super Mario in Kindheitserinnerungen, den hatte ich auf der Konsole und auf dem Gameboy“, erklärte die 34-jährige Wilhelmshavenerin. Sie starteten den Abend mit „Der schwarze Pirat“.
Die Masse der Spiele stammte aus dem eigenen Bestand, Gäste brachten aber auch eigene Spiele mit. „Heute wäre unser Spieleabend in Wardenburg“, erklärte Spieleentwickler Edgar Ruhm, der schon Spiele im Küstenmuseum vorstellte. Mit Freunden aus dem Spieleclub hatte er sich „Stone Age“ vorgenommen, bei dem eine Zivilisation aufgebaut werden muss. „Wir spielen gerne komplexere Spiele, quer durch die Last“, fügte Harald Mühlhausen an.
Zehn Spielestationen
Zehn Spielestationen waren vorbereitet. „Wir hatten Spielenächte, in denen wir Tische aus dem Keller holen mussten“, erinnerte sich Steinert. Minou Witting und Fabian Lange-Emden aus Zetel hatten mit „New York Zoo“ „leichte Kost“ erwischt. „Am Wochenende spielen wir ‚Paleo‘, da geht es um die Steinzeit, das ist umfangreicher“, so Lange-Emden.
Einige Gäste nutzten die Gelegenheit, Mitspieler zu finden, da sie zuhause nur zu zweit sind, andere fanden es toll, sich Spiele erklären zu lassen, statt selbst lange Spielregeln zu lesen. Zu gewinnen gab es auch etwas. Denn Michael Steinert hatte vom Playmobilkünstler in dessen Dioramen Fehler einbauen lassen. So saß ein Einhorn unter einem Baum, eine Waschmaschine wurde zum Hafen transportiert, und im Fachwerkhaus spukte ein Gespenst. Wegen der Blickhöhe waren die Kinder oft schneller als die Erwachsenen. Küstenmuseumsleiter Dr. Sven-Hinrich Siemers freute sich, dass sich seine vier und sechs Jahre alten Kinder an Computerspielen ausprobierten. Er selbst spiele gerne Tetris. „Als Studenten haben wir bei Grabungen in den Regenpausen eine halbe oder Dreiviertelstunde Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt“, blickte er zurück. Beim Spieleflohmarkt gab es einiges zu entdecken, was Lust auf die nächste Nacht der Spiele machen kann. „Es ist dann das 13. Mal, hoffentlich ist das kein schlechtes Omen“, scherzte Steinert beim Blick voraus.
