Wilhelmshaven - Das Menü war auf einem Bananenblatt niedergeschrieben, am Nachbartisch wie von weiter Ferne das Brausen der Meereswellen vernehmbar. Naturwunder der Erde war das Motto, unter dem 16 Auszubildende der gastgewerblichen Berufe in den Berufsbildenden Schulen Friedenstraße am Montagabend zur Jademeisterschaft antraten.

Angehende Köche, Hotelfachleute und Restaurantfachleute des dritten Ausbildungsjahres wollten vor geladenen Gästen zeigen, was sie können und im Falle ihres Sieges an der Landesmeisterschaft teilnehmen. In den vergangenen Jahren hätten die Teilnehmer aus Wilhelmshaven und Friesland gute Mittelfeldplätze erreicht, stellte Schulleiter Wilfried Steenblock fest, als er die Gäste begrüßte.

Unter ihnen war erstmals der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Niedersachsen. Hermann Kröger. Der nahm den bundesweiten Wettbewerb in den Blick und freute sich: Der Norden holt auf. Der sich abzeichnende Aufwärtstrend sei auf massive Nachwuchsförderung durch den Landesverband zurückzuführen. Der Tourismus boome. Und zugleich werde potenzieller Berufsnachwuchs knapp. Unter anderem die wenig attraktiven Arbeitszeiten machten es dem Gastgewerbe schwer, junge Menschen an sich zu binden. Das Umfeld müsse verbessert werden, sonst sind wir nicht wettbewerbsfähig.Auf der anderen Seite machten aber auch hohe Abbrecherquoten und schlechte Prüfungsergebnisse Handlungsbedarf deutlich.

Dass sie bereits auf dem richtigen Weg sind, daran ließen die Meisterschaftsaspiranten keinen Zweifel aufkommen. Die Köche zauberten aus Warenkörben mit geräucherter Forelle, Schweinefilet, Sahne, Eiern und anderen Zutaten kreative Gerichte wie beispielsweise Forellentörtchen auf Kürbisbrot, Schweinefilet im Strudelteig, Rotwein-Schalottensoße, gerahmter Spitzkohl und Nusskartoffeln sowie Zitronenbaiser-Törtchen auf einem Orangensaucenspiegel.