Wilhelmshaven - Nach den Vorstandswahlen beim Sportfischer Verein Wilhelmshaven bleibt mit Heinz Gräßner der alte Vorsitzende auch der neue. Der Verein selbst aber wird schon bald ein anderer sein – zumindest namentlich.
Nachdem im Vorjahr corona-bedingt keine Jahreshauptversammlung bei den Sportfischern stattfinden konnte, war es dieses Mal möglich, allerdings unter klaren Regeln. Weder Gäste noch Begleiter der Teilnehmer waren zugelassen, auch Jugendliche blieben außen vor. Darüber hinaus galt grundsätzlich 2G, also Einlass nur für nachweislich vollständig Geimpfte und Genesene. Am Ende waren es 70 Teilnehmer, die sich im Gorch-Fock-Haus versammelten.
Neuer Vorstand gewählt – Zeitgemäßer Name
Ein Schwerpunkt der Versammlung war die Wahl eines neuen Vorstandes. An dessen Spitze aber gibt es nichts Neues. Der Vorsitzende Heinz Gräßner wurde im Amt bestätigt. Veränderungen gab es allein auf den Positionen des Schatzmeisters, des Gewässerobmanns und des Schriftführers, weil sich Peter Lüpke, Helmuth Schaumburg und Frederic Lüpke nicht erneut zur Wahl stellten.
Zweiter zentraler Punkt der Tagesordnung war eine angestrebte Namensänderung des 1926 gegründeten Vereins, der mit aktuell 1674 Mitgliedern zu den größten in Wilhelmshaven gehört. Aber warum ein neuer Name? Der Begriff Sportfischer sei nicht mehr zeitgemäß, erklärt Gräßner. „Fast sämtliche Vereine sowie Verbände der Angelfischerei sind anerkannte Naturschützer, was wirklich die gesamte Bandbreite der Angelfischerei in Deutschland betrifft. Schon in unserer Satzung von 1926 stand die Hege und Pflege unserer Gewässer im Vordergrund. Das hat sich bis heute nicht geändert, sondern es wird noch mehr im Natur- und Umweltschutz geleistet.“ Eben das solle sich zukünftig im Vereinsnamen widerspiegeln: Aus dem „Sportfischer Verein Wilhelmshaven“ wird der „Angel- und Naturschutzverein Wilhelmshaven“.
Notarieller Eintragung steht nichts mehr im Wege
Der Namens- und die damit einhergehende Satzungsänderung stimmten die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung mit der notwendigen dreiviertel Mehrheit zu. Somit steht einer notariellen Eintragung ins Vereinsregister Oldenburg nichts mehr im Wege.
Der Vorstand nutzte die Versammlung außerdem dazu, verdiente Mitglieder – zum Teil mit etwas Verspätung – auszuzeichnen. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Manfred Amling, Lothar Herrlein, Ernst Meitzke, Martin Schindler und Hartmann Steinbeck geehrt. Seit 40 Jahren sind Hans-Jürgen Brüggemann, Ernst Feeken, Andreas Folkerts, Rüdiger Görke, Thomas Heidrich, Olaf Huhn, Dieter Hülsmann, Wladimir Krutsch, Thorsten Menke, Friedrich Müller, Jürgen Reusch und Dieter Schäfer dabei. Die Auszeichnung Anglerkönig 2021 ging an Peter Lüpke.
