Wilhelmshaven - Die Natur bietet für Menschen viel Raum zur Erholung – ob jung oder alt, gesund oder krank. Die Alzheimergesellschaft Wilhelmshaven-Friesland organisierte kürzlich ein Fortbildungsseminar für pflegende Angehörige und ehrenamtlich in häuslicher Betreuung und in Bewegungsgruppen tätige Helfer. Das Ziel: Das Wohlbefinden und die Lebensqualität durch gezielte Einbindung von Naturerleben in Betreuung und Pflege zu steigern.

Dazu begrüßte Rosemarie Groß von der Alzheimergesellschaft als Referentin Dorit Behrens vom „Green Care stadtauswärts“ Niedersachsen. Die Dozentin nahm die Teilnehmenden mit auf eine kleine Reise durch die Natur und zeigte verschiedene Wege auf, wie Naturerleben für Menschen mit und ohne Demenz funktionieren kann.

Dabei ging es unter anderem um die Wirkung der Natur auf den Organismus, Demenz-sensible Gestaltung von Naturerleben und deren Umsetzung, das Aktivieren der Sinne sowie um Demenz-sensible Bewegungsangebote. Damit die Teilnehmenden auch gleich praxisorientiert in die Thematik einsteigen können, standen verschiedene Übungen an, um die Dinge zu erproben und sich anschließend über Selbstempfinden und -wirksamkeit auszutauschen. Dabei wurde deutlich, dass es keine vielen Worte und kein kognitives Verstehen braucht, um mit der Natur in Kontakt zu sein. Die Sinne wie Hören, Sehen, Riechen, Tasten und Schmecken sind entscheidend.

„Es war ein gelungener Tag mit vielen Eindrücken. Mein Dank geht an die Referentin sowie an Peter Seiler als Vorsitzender des Kleingärtnervereins Rüstringen sowie Stephanie Eilers als Vorsitzende des Naturschutzbundes Wilhelmshaven, die uns im Zuge des Projekts unterstützt haben“, fasste Rosemarie Groß zusammen.

Michael Hacker
Michael Hacker Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung