Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Knappe Wahl im Rat Nikša Marušic ist Wilhelmshavens neuer Stadtbaurat

Maik Michalski

Wilhelmshaven - Die Stadt Wilhelmshaven hat wieder einen Stadtbaurat. Der Rat der Stadt wählte am Mittwoch Nikša Marušic (46) mit knapper Mehrheit für die Dauer von acht Jahren in das Amt. Es gab 22 Ja-Stimmen, nur zwei mehr als bei 39 Ratsmitgliedern erforderlich gewesen wären.

Nurhayat Bakir (SPD) hatte sich für eine geheime Abstimmung ausgesprochen. Elf Ratsmitglieder stimmten gegen den neuen Stadtbaurat, drei enthielten sich der Stimme.

Langer Wahlvorgang

Der Wahlvorgang dauerte eine ganze Weile. Alle Ratsmitglieder wurden in alphabetischer Reihenfolge in das kleine Sitzungszimmer neben dem Ratssaal gerufen, um dort die Wahlunterlagen ausgehändigt zu bekommen und unbeobachtet abzustimmen. Die Stimmen der vor der Sitzung per Video zugeschalteten Ratsmitglieder kamen zum Schluss in die Wahlurne. Erst dann wurde ausgezählt.

Nikša Marušic war bislang Referatsleiter Hafen, Umwelt, Bauordnung und Feuerwehr der Stadt. Er wurde in Bremen-Vegesack geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Bevor der heutige Baudirektor im Jahr 2012 seine Tätigkeit als Leiter des Amtes für Umweltschutz und Bauordnung bei der Stadtverwaltung Wilhelmshaven begann, war er etwas länger als zwei Jahre Sachbereichsleiter Schifffahrt beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Wilhelmshaven.


Es gab 13 Bewerber

Auf die extern ausgeschriebene Stelle waren laut Angaben der Stadt 13 Bewerbungen eingegangen, drei Bewerber – zwei Männer und eine Frau aus der Stadt und der Region – hatten sich in nichtöffentlicher Sitzung des Rates vorgestellt. OB Feist hatte Nikša Marušic als „geeignetsten Bewerber“ zur Wahl vorgeschlagen.

Die Stelle des Stadtbaurates ist seit März 2020 vakant. Seinerzeit hatte der Rat den damaligen Stadtbaurat Oliver Leinert als Geschäftsführer für den Neubau des städtischen Krankenhauses an das Klinikum abgeordnet. Die Aufgaben des Stadtbaurates hatte zuletzt Stadtkämmerer Thomas Bruns übernommen.

Da waren es wieder vier

Damit gibt es wieder vier Dezernenten an der Spitze der Stadtverwaltung. Neben Nikša Marušic sind es Oberbürgermeister Carsten Feist (parteilos), der 1. Stadtrat Armin Schönfelder und der Kämmerer Thomas Bruns. Eine solche Konstellation mit vier Dezernenten hatte es zuletzt Ende des Jahres 2010 gegeben. Seinerzeit war Heiko Hoff als letzter Stadtkämmerer in Ruhestand gegangen. Seither hatte der frühere OB Andreas Wagner (CDU) nach seinem Amtsantritt den Bereich Finanzen verantwortet. Wagner hatte zudem auf einer Ebene unter den Dezernenten Referatsleiter ernannt.

Im Vorfeld der Ratssitzung hatte gestern ein Zeitungsbericht zu Diskussionen geführt. Darin war geäußert worden, der designierte Stadtbaurat Nikša Marušic wolle ein Grundstück in Aldenburg erwerben. Bei der möglichen Umwandlung einer Grünfläche in einem bestehenden Grüngürtel in einen Bauplatz durch die ständigen Stellen der Verwaltung könnte Nikša Marušic bevorteilt werden, wurde im Artikel gemutmaßt. Derzeit lebt er mit seiner Familie in Varel. Nikša Marušic hatte in einem Brief bekundet, das Grundstück erwerben zu wollen, dort zu bauen und mit seiner Familie nach Wilhelmshaven ziehen zu wollen. Der Rat müsste aber den Bebauungsplan für das Gebiet in Aldenburg ändern. Dann würde der Kauf des Grundstückes ausgeschrieben.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

BALLSPORT IN OSTFRIESLAND Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden