Wilhelmshaven - Die Patientin, die unter einem Brustkrebs leidet, macht sich Sorgen. Was wird aus ihr, wenn sie älter wird? Wer kümmert sich um sie, wenn sie allein ist? Samie Brünagel und Andrea Anders bekommen immer wieder Kontakt zu Menschen, die ähnliche Ängste haben. Ihre Aufgabe ist es, diesen Menschen zu helfen.
Die beiden arbeiten als Koordinatorinnen im Büro des Palliativ Care Teams, das sich in der Parkstraße 9 Räume mit der Hospiz-Initiative teilt. Wir sind die Eingangspforte zu einem Netzwerk von Fachleuten, erklären sie. Sie vermitteln Menschen, die sich in der letzten Phase einer unheilbaren, lebensbedrohlichen Erkrankung befinden, die notwendigen Hilfen, damit diese in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können.
Zum Netzwerk gehören Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Pflegefachkräfte, Psychotherapeuten, Apotheker, Sanitätshäuser, stationäres Hospiz und ambulanter Hospizdienst wie auch Ehrenamtliche. Im Vergleich zu anderen Regionen sei das Netz in Wilhelmshaven/Friesland außerordentlich gut und tragfähig.
Palliative Versorgung verfolgt das Ziel, Schmerzen zu lindern und so viel Lebensqualität wie möglich zu erhalten. Es geht primär nicht darum, die normalen Körperfunktionen wiederherzustellen, die Krankheiten zu heilen.
Die meisten Patienten kommen zum Palliativ Care Team, nachdem der Hausarzt oder der behandelnde Arzt im Krankenhaus Leistungen verordnet hat. Anrufen und anfragen kann aber jeder, der sich über die möglichen Hilfen informieren möchte - egal ob als Betroffener oder als Angehöriger. Es ist besser, uns früh aufzusuchen und nicht erst in letzter Minute, sagt Samie Brünagel.
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