Wilhelmshaven - Sanderbusch - Anfangs war es zwar Neuland für uns, doch es hat allen sehr viel Spaß gemacht, sagte jetzt Astrid Polzer und Daniel Mühlbach stimmte ihr zu. Er ist Klassensprecher von 17 Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -schülern der Krankenpflegeschule der Oldenburgischen Schwesternschaft vom DRK im Nordwest-Krankenhaus und sie seine Stellvertreterin. Gemeinsam berichteten die beiden von den Erfahrungen, als der Kursus kürzlich zwei Wochen die pflegerische Leitung der Neurologischen Station übernommen hatte.
Mit im WZ-Gespräch war Ulrich Quadfasel, der Leiter der Schule. Er dankte besonders den Chefärzten Prof. Dr. Reinhard Rohkamm (Neurologie) und Dr. Michael Stalp (Unfallchirurgie und Orthopädie) für ihre Unterstützung.
Inhalte waren laut Schulungslehrplan Organisation, Administration und Kommunikation, die zwar theoretisch schon geübt wurden, in der Praxis aber zu unerwarteten Situationen führen konnten. Diesmal standen examinierte alte Hasen, nämlich berufserfahrene Schwestern und Pfleger, ihren Schützlingen noch beratend zur Seite. Doch frisch examiniert werden die Frauen und Männer bald alle Aufgaben des pflegerischen Alltags allein bewältigen müssen, zumal im Pflegedienst nach wie vor Personalmangel herrscht.
In einer Vorbereitungsphase mussten die Krankenpflegeschüler entscheiden, wer aus den eigenen Reihen die Leitung der Station verantwortlich übernehmen sollte. Vier Kursteilnehmer boten sich an. Mit einem Diplom-Sozialwissenschaftler wurde im Unterricht die Kommunikation mit den Patienten, deren Angehörigen und rund 20 verschiedenen Berufsgruppen vom Pförtner bis Arzt geübt.
Zur Organisation gehörten die Dienstplangestaltung, die Essenbestellung, der Ablauf von Visiten und das An- und Abmelden der Patienten zum Röntgen und zu Operationen. Die Administration bestand hauptsächlich aus der Pflegeplanung und der medizinischen Dokumentation von Laborwerten und anderen EDV-gestützten Aufzeichnungen.
