Wilhelmshaven - Upjever/fr - Vielleicht lag es an dem schönen Spätsommerwetter, dass die Zahl der Teilnehmer an der Pilzwanderung des Naturschutzbundes (NABU) Wilhelmshaven auch die optimistischsten Erwartungen übertraf. Mehr als 50 große und kleine Pilzsammler wanderten unter Leitung des NABU-Vorsitzenden Wilhelm Kaufmann zwei Stunden durch den Forst Upjever und lernten vom Experten Dr. Martin Baurmann zwischen mehr oder minder essbaren, ungenießbaren aber vor allem auch giftigen Pilzen zu unterscheiden - am Beispiel von 38 verschieden Arten.

Wie wichtig dies ist, beweisen die Pilzvergiftungen, die jedes Jahr Todesopfer fordern. Grund dafür ist zumeist eine Verwechslung des tödlich wirkenden Knollenblätterpilzes mit dem beliebten Champignon.

Nebenbei erfuhren die Teilnehmer, wie sensibel die meisten Pilzarten auf Veränderungen in der Umwelt reagieren. So verschwinden Pilze, die auf naturbelassenen Wiesen zu Hause sind, schon nach einmaliger Düngung mit Gülle auf Nimmerwiedersehen. Andererseits finden sich heute durch die Klimaerwärmung auch in unserer Region Arten, die bisher nur in südlichen Gegenden vorkamen - Globalisierung im Reich der Pilze.