Wilhelmshaven - Da hinten ist eins, ruft Frederik Georgius und schaut auf das Display seines Smartphones. Das hat soeben vibriert: Monster-Alarm mitten in der Fußgängerzone. Ein violettes Wesen springt nun zwischen den Passanten hin und her. Langer Schwanz, große Nagezähne, böser Blick. Das ist ein Rattfratz, klärt der 15-jährige Schüler auf und macht sich bereit, das Monster mit einer Kugel zu bewerfen.Zu sehen ist es allerdings nur auf seinem Handy. Frederik spielt die neue Smartphone-App Pokémon Go und ist dabei in guter Gesellschaft. Denn seit das Spiel am Mittwoch in Deutschland erschienen ist, greift das Pokémon-Fieber um sich und hat längst Wilhelmshaven erreicht.

!VIDEO=Der Pokémon-Hype hat Wilhelmshaven erreicht!undlt;div class=undquot;clipkit-playlistundquot; data-uid=undquot;3535undquot; data-pid=undquot;30256-540843undquot;undgt;undlt;/divundgt;undlt;script id=undquot;clipkit-embedundquot; src=undquot;//api.clipkit.com/embed/dist/clipkit-embed.jsundquot;undgt;undlt;/scriptundgt;

Früher habe er mit dem Bruder auf dem Gameboy Pokémon gespielt. Mit den Zeichentrickfilmen und Pokémon-Sammelkarten sei er praktisch aufgewachsen, sagt Frederik. Jetzt benötigt er nur noch das Handy. Befindet sich ein Pokémon in der Nähe, schaltet das Smartphone die Kamera ein. Auf dem Display ist dann die reale Umgebung zu sehen und das virtuelle Pokémon. Die Spieler müssen weiß-rote Kugeln nach dem Monster werfen und sie so einfangen. Später können sie ausgebildet werden und gegen die Monster anderer Spieler kämpfen.

Stephan Giesers
Stephan Giesers Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung