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Vortrag von GEW-Chef Preiserhöhungen im Energiesektor unausweichlich

Wilhelmshaven - Mit der zu erwartenden Preisentwicklung im Energiesektor beschäftigte sich jetzt die Druidenloge Jade Veritas um den 1. Vorsitzenden Werner Biehl. Zum Austausch hatte sie hatte sie Josef Thomann eingeladen, den Chef des örtlichen Energieversorgers GEW.

Nicht nur Preisentwicklung im Fokus

Schwerpunkt seines Vortrages waren dann neben der weltweiten Preisentwicklung auch die Probleme mit der Gasmangellage und der zukünftig zu erwartende Wärmebedarf bei der Bevölkerung.

Eines der Probleme seien die vielen Kunden, die nach der Kündigung ihrer Verträge nach massiven kurzfristigen Preiserhöhungen ihrer bisherigen Energielieferanten nun bei den regionalen Energieversorgern landeten, die verpflichtet seien, die Versorgung zu sichern.

Diese hätten zumeist über einen langfristigen Einkauf noch nicht direkt den Zwang, die Preise zu erhöhen. Die zum Teil erhebliche Preiserhöhung sei aber auch hier in naher Zukunft unausweichlich. Die Preise explodierten: an der Börse werde mit Preiserhöhungen von bis zu 350 Prozent spekuliert!

Keine einfache Lösung

Zu der neuen Situation mit der zweiten Stufe des Energiesicherungsgesetzes machte Thomann deutlich, dass es bis auf weiteres keine einfache Lösung gebe. Das Gesamtproblem sei ein unübersichtliches Feld. Täglich ändere sich für die regionalen Energieversorger die Situation. Ihnen gehe es wie jeder Privatperson: man sei der Situation ausgeliefert und viele Unwägbarkeiten erforderten täglich eine Neubewertung. Am Ende sei die Bundesnetzagentur die entscheidende Institution. Zurzeit versuche man, die Gasspeicher zu füllen. Aber auch hier gebe es massive Abhängigkeiten.


Im Bereich der CO 2 -Neutralität bis 2045 kämpfe man auf vielen politischen Ebenen mit „Ideologie contra Realität“. Im Bereich der Wärmeversorgung gebe es nur in dem komplexen Zusammenspiel aller Wertschöpfungsstufen unter der Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten eine gemeinsame Zukunft.

Immerhin habe man es mit vier Millionen Ölheizungen zu tun; zwei Drittel des gesamten Gebäudebestandes sei älteren Datums – mit schlecht isolierten Fenstern, ungedämmten Gebäudehüllen, unsanierten Dächern und mit konventionellen Heizkörpern. Genau diese Situation führte bei den Anwesenden zu einer engagierten Debatte.

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