Wilhelmshaven - Es muss im Jahr 2005 oder 2006 gewesen sein. Ganz genau erinnert sich Landesbühnen-Intendant Olaf Strieb nicht mehr, wann der Musical-Welthit Cabaret das letzte Mal auf der Bühne des Stadttheaters gespielt wurde. Sei es drum: Die obligatorischen zehn Jahre, die ins Land gehen sollen, bevor ein Stück erneut den Weg auf den Spielplan findet, sind in jedem Fall mehr als überschritten.

Dass die Landesbühne Niedersachsen Nord das schillernde Erfolgsmusical jetzt als erste Premiere der neuen Spielzeit im großen Haus, dem Stadttheater, feiert, damit hält Intendant und Regisseur Strieb mit Dramaturgin Sibille Hüholt das Versprechen, das er kürzlich angesichts der eingebrochenen Zahlen gegeben hatte: die ganz großen Stücke auf die Bühne zu bringen.

Cabaret nämlich, so Strieb beim Pressegespräch, das sei Musical at its best. Wer nach diesem Abend nicht mit mindestens zwei Ohrwürmern nach Hause geht, der hat nicht richtig zugehört. Verortet im Nachtleben der vergnügungssüchtigen Stadt Berlin 1929/30, biete Cabaret nach Joe Masteroff, Fred Ebb und John Kander die ganz große Show.