Wilhelmshaven - Mit Tim Nekic kann wieder über Sport geredet werden. Nach Seuchenjahren mit Pfeifferschem Drüsenfieber und Muskelgruppen-Abriss im rechten Oberschenkel, ist der 19-jährige Tennisprofi wieder da. Und wie: Mit guten Ergebnissen verbesserte sich der Wilhelmshavener mit seinen 16 Tour-Punkten auf Platz 821 der Weltrangliste. In Deutschland bedeuteten die Resultate - u.a. wie berichtet Platz zwei beim ITF-Futureturnier in Hannover - den Sprung vom 230. Platz auf Rang 47.

Das war ein überraschend erfolgreiches Jahr, bilanziert Vater und Trainer Miro Nekic, hat aber die rund 20 Turniere für das neue Jahr und die damit verbundenen Ziele bereits im Blick. Die nächsten zwei Jahre dürften - wenn er von größeren Verletzungen verschont bleibt - über seine Zukunft entscheiden. 2013 kann Tim sich unter die Top 500 spielen.

Entscheidend ist aber etwas anders: Ich muss spüren, dass sein Spiel sich weiterentwickelt hat. Dann kann man auch sehen, wohin der Weg noch führt. Bis dahin werden wir ihm alles abnehmen, damit er sich voll auf Tennis konzentrieren kann. Letztlich gibt es aber keine bessere Motivation als den Erfolg.

Damit der sich einstellt, wurde im Team Nekic hart gearbeitet. So kümmert sich Swen Schroeper, der auch die WHV-Drittliga-Handballer in Fitnessfragen betreut, seit knapp zwei Jahren um den Muskelaufbau des 19-Jährigen. Schroeper: Durch die langen Pausen gab es große Defizite und Dysbalancen in allen Bereichen.

Wir haben zudem viel dafür getan, dass Tim wieder schnelle und fitte Beine bekommt.


Auch die Explosivität des Aufschlags ist immer ein Thema. Unterstützung gab es darüber hinaus auch durch den Orthopäden Dr. Oliver Krischek und die Physiotherapeuten Stefan Walkowiak und Andreas Haas. Miro Nekic: Wir erfahren eine Wahnsinns-Unterstützung in allen Bereichen und sind dafür sehr dankbar.

Im Augenblick hat Vater Miro seinem Sohn eine sechswöchige Turnierpause verordnet. Erst im Dezember sollen die Deutschen Meisterschaften in Biberach zur nächsten Bewährungsprobe werden.

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Martin Münzberger
Martin Münzberger Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung