WILHELMSHAVEN - Mit der Idee, in der Jadestadt ein Pumuckel-Museum zu schaffen, ist jetzt Michael Diers, Geschäftsführer der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH (WTF), an die Öffentlichkeit gegangen. Es wäre auch eine Hommage an den 2005 verstorbenen Schauspieler Hans Clarin, der 1929 in Wilhelmshaven geboren worden ist, in mehr als 200 TV- und Kinofilmen mitgewirkt und dem frechen Zeichentrick-Kobold mit den roten Haaren seine Stimme geliehen hat.
'Die Pumuckl-Figur gilt unter anderem als Nachfahre des Klabautermanns, und somit bieten sich viele Gründe an, ein Pumuckl-Museum in der Seestadt Wilhelmshaven anzugehen', meint Diers. Aufgrund der angespannten Haushaltslage ist es für die Stadt Wilhelmshaven wohl schwierig, ein weiteres Museum zu bauen oder zu finanzieren. 'Aber warum sollte es nicht möglich sein, mit Bürgern der Stadt diese Idee in die Tat umzusetzen?', fragt sich der WTF-Chef.
Die Hauptverantwortlichen der Pumuckl-Figur haben nach seinen Angaben grünes Licht signalisiert. Dazu gehören Ellis Kaut, die Erfinderin, und Barbara von Johnson, die Zeichnerin des Pumuckls. Aber auch die Töchter von Hans Clarin, Irene und Manuela Clarin, stehen der Idee wohlwollend gegenüber. Uschi Bagnall, die Tochter von Ellis Kraut, ist nun für die Figur verantwortlich, sie und die anderen Verantwortlichen möchten in ein Konzept eingebunden werden, um auch dahinter stehen zu können. Zudem soll über alle drei Personen – Ellis Kaut, Barbara von Johnson und Hans Clarin – in einem möglichen Museum die jeweilige Entstehungsgeschichte mit der Pumuckl Figur aufgezeigt werden – ergänzt im Laufe der Entwicklung um weitere Personen.
'Der Reiz dieses Museums soll die Bürgerbeteiligung sein. Ein Museum von Bürgern für Bürger. Vorstellbar ist alles. Von der berühmten Meister-Eder-Tischlerei bis hin zu einem Café und einem Spielort für Kinder, in der die gesamte Familie sich informieren, aber auch zurückziehen kann. Doch klar ist, dass alles noch am Anfang steht', erklärt Michael Diers. Ein geeigneter Raum oder gar ein Gebäude müssten noch gefunden und ein Konzept für das Museum erstellt werden. Bislang gebe es zwei Pumuckl-Museen, in Bayern und in Niedersachsen. Beide gehörten eher in den Bereich Fan- beziehungsweise Hobbymuseen. 'Somit hat Wilhelmshaven alle Chancen, ein Geheimtipp-Museum aufzubauen', betont Diers.
Was möglich ist, was und wie das auf die Beine gestellt werden kann, soll am kommenden Freitag, 17. Januar, in Voslapp diskutiert werden. Alle Interessierten und Unterstützer sind eingeladen, um 17.30 Uhr in die Siedlerkrug-Sportsbar, Tiarksstraße 26, zu kommen – um sich zu informieren oder auch mitzuhelfen. Darüber hinaus sind Pumuckl-Sammler eingeladen, ihre Sammlerstücke mitzubringen und vorzustellen.
