Wilhelmshaven/Sande - Am Bahnübergang Mitscherlichstraße/Luisenstraße werden die Weichen buchstäblich neu gestellt; deshalb wird von Freitag, 6. März, an die Straße in die und aus der Südstadt bis zum 3. April voll gesperrt. Der gesamte Kreuzungsbereich inklusive Fuß- und Radweg wird neu gestaltet und das alte Stellwerksgebäude wird verschwinden, so die Deutsche Bahn. Nach dem Umbau wird der Bahnhof Wilhelmshaven von der Betriebszentrale der Bahn in Hannover gesteuert und per Videotechnik überwacht werden.
Reisende müssen noch Einschränkungen hinnehmen
All dies ist auch Teil der Bauarbeiten zur Hinterlandanbindung des JadeWeserPorts auf der Bahnstrecke Wilhelmshaven-Oldenburg. Die Arbeiten sollen Anfang April abgeschlossen sein. Damit wird der Ersatzverkehr ein Ende finden. Davor aber werden Bahnreisende noch erhebliche Einschränkungen hinnehmen müssen – im Zuge der sogenannten dritten und vierten Phase des seit Dezember 2019 laufenden Bauabschnitts.
Die dritte Phase umfasst nur das Wochenende vom 6. bis 8. März. Am Freitag sind nach Angaben der NordWestBahn nur einige Verbindungen in den Abendstunden betroffen. Am Samstag und Sonntag aber sind die Strecken zwischen Wilhelmshaven und Varel sowie zwischen Wilhelmshaven und Esens voll gesperrt. Alle Verbindungen der Linien RE 18 (Wilhelmshaven-Osnabrück) und RB 59 (Wilhelmshaven-Esens) werden mit einem Schienenersatzverkehr bedient. Für die RE 19 (Richtung Bremen) werden zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg ebenfalls Busse eingesetzt. Grund ist das sogenannte Ersatzkonzept.
Wer nach Osnabrück fährt, muss in Oldenburg umsteigen
Am Montag, 9. März, beginnt dann die vierte Phase, die bis zum 3. April dauern wird. Vor allem der Umbau des Bahnhofs Sande sorgt dann für erhebliche Einschränkungen im Zugverkehr. Der Abschnitt zwischen Sande und Wilhelmshaven ist in dieser Zeit komplett gesperrt und wird durch einen Schienenersatzverkehr bedient.
Die Züge der RE 18 verkehren in dieser Zeit überwiegend zwischen Oldenburg und Esens. Die Weiterführung von Sande nach Esens ist nach Angaben der NordWestBahn notwendig, um das verbleibende Gleis 3 nicht durch die Wartezeiten zwischen Hin- und Rückfahrt zu blockieren. Wer Richtung Osnabrück reisen will, muss in Oldenburg umsteigen. Eine Durchbindung der Strecke Esens-Osnabrück wäre nicht betriebsstabil, erklärt Pressesprecher Steffen Högemann auf Anfrage der Redaktion.
Darüber hinaus werden die Züge der RE 19 und einzelne „Zwischentakte“ der RE 18 nur von Oldenburg bis Varel und von dort im Schienenersatzverkehr bis Wilhelmshaven geführt. Ansonsten gäbe es in Sande „zu viele Züge für zu wenige Bahnsteigkanten“, so Högemann.
Da überdies der Streckenabschnitt südlich von Rastede nur eingleisig befahrbar ist, kommt es zusätzlich auch dadurch noch zu Fahrplananpassungen einzelner Verbindungen.
