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Nachwuchs-Floristin Tabea Janßen Ausgezeichnete Leidenschaft für Blumen

Maik Michalski

Wilhelmshaven/Schortens - Die Aufgabe bei der Prüfung war nicht einfach und erforderte viel Einfühlungsvermögen: Ein Trauerschmuck zum Thema Farbrausch sollte es sein – für einen verstorbenen Zauberer, der in seinen Zirkusshows immer bunte Tücher aus dem Hut gezaubert hatte. Tabea Janßen hat diese Aufgabe gemeistert und einen Trauerschmuck gefertigt. Die Bestnote „Sehr gut“ gab es jetzt von der Jury der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) für die 21-Jährige aus Wilhelmshaven.

Schon früh wuchs in ihr die Leidenschaft für Blumen. Im elterlichen Betrieb „Gärtnerei und Floristik“ von Sonja und Ole Janßen in der Friedenstraße 31 band sie bereits von klein auf kleine Sträuße für die Festtage (Adventsausstellung, Valentins- oder Muttertag). Jetzt hat sie ihre Ausbildung zur Floristin erfolgreich bestanden.

16 Prüflinge stellten sich in Oldenburg an den Berufsbildenden Schulen III mit ihren praktischen Arbeiten den kritischen Augen der Prüfungskommission. „Mir hat Tabeas Ausbildung sehr viel Spaß gemacht“, sagt Anja Bartels vom Blumenhaus Garlichs in Schortens.

Der Meistertitel wäre ein Ziel für die Zukunft

Nach dem Abitur (Note: 1,7) begann Tabea Janßen eine verkürzte Ausbildung zur Floristin. Mitte August will die junge Frau eine zweite Ausbildung beginnen – zur Gärtnerin im Bereich Blumen- und Zierpflanzen beim Gartenbaubetrieb von Udo Acquistapace in Eggeloge (Westerstede).

Ein Ziel für die Zukunft könnte sein, noch einen Meistertitel in einem der beiden Berufe zu erwerben. Und irgendwann soll sie auch einmal den elterlichen Betrieb übernehmen. Das wäre dann die fünfte Generation; vielleicht ja gemeinsam mit ihrer Schwester Runa (14 Jahre), die „in dieselbe Richtung schlägt“, wie Mutter Sonja Janßen sagt.


Zurück zur Prüfungsarbeit. „Ich wollte Trauerfloristik in der Prüfung machen, habe zuerst an einen Sargschmuck gedacht“, so Tabea Janßen. Laut Aufgabenstellung war es der letzte Wunsch des Zauberers, dass seine Urne noch einmal im Mittelpunkt der Manege steht und so seine Familie und seine Freunde Abschied nehmen können. Die Vielfarbigkeit der Blumenarrangements sollte die bunte Zirkuswelt widerspiegeln. „Ich bin ein Zirkusfan – mit all den bunten Farben“, verrät Tabea Janßen.

Blume für Blume wurde ins Visier genommen

„Beim Thema Farbrausch habe ich sofort an einen Zirkus gedacht. Und bin dann gleich auf einen Zauberer gekommen“, so die 21-Jährige.

Tabea Janßen vollendete die Prüfung in aufwändiger Kleinarbeit – Blume für Blume wurde von ihr ins Visier genommen und gezielt im Arrangement platziert. „Die bunten Blumen stehen symbolisch für die bunten Tücher. Ich wollte nichts dem Zufall überlassen“, sagt die Floristin.

Neben der Leidenschaft für Blumen sind Natur und Reiten ihre Hobbys. So verbringt sie gerne Zeit im Kleingarten der Eltern am Banter See oder reitet durch die Natur und am Wasser entlang. Und auch im Kampfsport ist sie zu Hause: Sie ist Trägerin des braunen Gurtes in Karate.

Fragt man andere nach Tabea Janßen, bekommt man immer wieder zu hören, sie gilt als hilfsbereit, fleißig, ehrgeizig und leistungsorientiert.

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