WILHELMSHAVEN - Sechs Meter Durchmesser, 1,10 Meter Tiefe: mit diesen Maßen ist ein Pool kein Planschbecken mehr, sondern ein echtes Badevergnügen mit Platz für viele Schwimmer. Dass es sogar ganz einfach ist, ein solches Schwimmbecken selbst zu bauen, kann Reent Weerda, Leser des Jeverschen Wochenblatts, ganz bestimmt sagen. Am vergangenen Wochenende lud er die Nachbarschaft im Steindamm mit ihren Kindern zur Einweihung seines selbst gebauten Pools ein.
Für sein Werk suchte sich der Wilhelmshavener zunächst eine gerade Fläche aus. 'Damit man nachher keinen schiefen Pool hat', wie er es in einer Mitteilung an das Wochenblatt beschreibt. Danach suchte er sich Quaderballen – für einen etwas kleineren Pool sind es dann eben kleine Ballen – und Heu, damit die Folie nicht beschädigt wird. Die Ballen stellte er zu einem Kreis hochkant zusammen. Wie groß der spätere Pool sein soll, kann dann jeder anhand der Anzahl der Quaderballen selbst bestimmen. Als Tipp gibt Reent Weerda vor: 'Man sollte erst fragen, welche Foliengröße man bekommen kann, damit man den Pool später nicht noch wieder verkleinern muss'. Im Anschluss legte er alte Folien als Druckschutz und Sicherheitsfolie in den Kreis und auch über die Heuballen, damit die neue Folie kein Loch bekommt.
Danach legte er eine neue Folie hinein. Diese sollte am besten dick sein, damit keine Löcher entstehen. Er entschied sich dafür, die Folie so zu legen, dass die Farbe schwarz nach oben zeigt. Das hat den Vorteil, 'dass die Farbe Wärme anzieht'. Die weiße Farbe sehe allerdings schöner aus und mache das Wasser klarer.
Wichtig sei es, einen Spanngurt um den Pool herumzuziehen, – bei kleinen Schwimmbecken sollte vielleicht auch ein Tau reichen – damit der Pool durch den Wasserdruck nicht auseinanderbricht. Der Spanngurt sollte mittig positioniert werden. Dieser sollte aber erst angezogen werden, wenn schon ein bischen Wasser im Pool ist, damit die Folie sich in den Pool hinein schmiegen kann.
Was das Befüllen angeht gibt es viele Möglichkeiten. Am besten sei es, bei der Feuerwehr nachzufragen. Denn damit sei schönes sauberes Wasser garantiert – und es geht schnell. Zum Abschluss sollte jeder darauf achten, dass der Pool immer sauber bleibt. 'Ansonsten hat man nach ein paar tagen nix mehr davon', sagt Reent Weerda. Mit einem Kescher sollte der Pool von Grashalmen oder ähnlichem gereinigt werden. Zudem gibt es Chlortabletten, damit der pH-Wert stabil gehalten wird.
Wenn vorhanden, ist auch eine Umwälz-Pumpe zu empfehlen. 'Die sorgt auch dafür, dass das Wasser gefiltert wird und Sauerstoff ins Wasser kommt', erklärt Weerda.
Übrigens: Es ist theoretisch auch möglich, einen Sprungturm zu bauen. 'Aber auf die Wassertiefe achten', bemerkt Weerda abschließend.
