Wilhelmshaven - Ein großes Anliegen des im vergangenen Jahr neu formierten Wilhelmshaven Seniorenbeirates war es, Computerkurse für ältere Menschen anzubieten. Nachdem der erste dieser Kurse angelaufen ist, und die Nachfrage enorm war, soll dieses Angebot jetzt ausgebaut werden. „Wir haben richtig Glück gehabt, mit Herrn Dr. Franz Köster jemanden zu finden, der diese Kurse anbieten kann“, freut sich der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Uwe Heinemann, im Gespräch mit der WZ kurz vor dem Jahreswechsel. Nachdem die Kurse anliefen haben sich dann spontan mit Prof. Dr. Uwe Weithöner und Dr. Jörg Herrmann zwei weitere gefunden, die künftig Kurse leiten werden.
„Viele ältere Menschen haben zum Beispiel Probleme beim Onlinebanking. Die würden es gerne machen, wissen aber nicht wie es geht“, erklärt Evelyn Klibert, die stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirats. Mit der zusätzlichen Unterstützung sind künftig auch Kurse speziell zu diesem Thema denkbar oder auch für verschiedene Smartphone-Betriebssysteme. Wer Interesse an der Teilnahme hat, kann sich unter kurse@seniorenbeirat-wilhelmshaven.de melden.
Auch vom Seniorenbeirat organisierte Erste-Hilfe-Kurse waren stark nachgefragt. „Die ersten beiden Kurse waren komplett ausgebucht“, sagt Beiratsmitglied Christel Kleinow. Dass es deswegen im neuen Jahr wieder Kurse geben soll, sei klar.
Einen kleinen Dämpfer hatte es zuletzt gegeben, weil der Seniorenbeirat noch immer nur lediglich in den Sozialausschuss Mitglieder entsenden darf. Gerne würde der Beirat auch in weitere Ausschüsse wie den Bauausschuss oder den Gesundheitsausschuss. Ein entsprechender Antrag ist bereits seit Monaten in der Diskussion, doch noch immer gibt es keine Entscheidung, auch weil die Politik derzeit die Frage klärt, ob dem Behindertenausschuss und dem Jugendparlament nicht das gleiche Recht zugestanden werden müsste.
Der Vorsitzende des Seniorenbeirats befürwortet das, hätte allerdings gerne die Beiräte getrennt voneinander behandelt gesehen: „Das besondere Thema Seniorenbeirat ist so vermischt worden, dass am Ende keiner mehr durchgeblickt hat.“ Das sei Schade, denn der Beirat vertrete die rund 26 000 Seniorinnen und Senioren in der Stadt. Und das gehe nur gut, wenn man auch mitreden darf.
