Wilhelmshaven - Selbstverständlich haben sich auch Radfahrer an die Straßenverkehrsordnung zu halten. Also dürfen sie ebenso wie Autofahrer grundsätzlich in Einbahnstraßen nur in Richtung des weißen Pfeils auf dem blauen Schild fahren. Doch sind für sie inzwischen viele Einbahnstraßen in beiden Richtungen freigegeben, erkennbar am Zusatzzeichen mit dem schwarzen Fahrrad unter den Schildern Einbahnstraße und Einfahrt verboten - auch in Wilhelmshaven. So werden Radfahrern lange Umwege erspart oder auch Routen durch Hauptverkehrsstraßen.
Doch würden die Schilder leicht übersehen, beobachtet Harald Witte, Kreisvorsitzender des ADFC in Wilhelmshaven. Autofahrer sollten deshalb nach seiner Auffassung in Einbahnstraßen immer mit entgegenkommenden Radfahrern rechnen. Wenn Rad- und Autofahrer sich an das Rechtsfahrgebot halten, sei auch in der Regel genug Platz für beide vorhanden. Werde es einmal eng, müsse der Autofahrer Rücksicht nehmen und erforderlichenfalls halten, erklärt Witte zum vorschriftsmäßigen Verhalten. Vernünftige Autofahrer versuchen nach seiner Meinung erst gar nicht, Radfahrer an den Fahrbahnrand zu drängen. Allen anderen ist es verboten. Radfahrer sollten sich darauf aber nicht verlassen - in ihrem eigenen Interesse sei es geboten, mit der Unachtsamkeit der Autofahrer zu rechnen und selbst vorsichtig zu fahren.
