Wilhelmshaven - Eine neu geplante Stromleitung sorgt bei allen Betroffenen entlang der Trasse zunächst für viele offene Fragen. Manchmal auch für Ärger. Der Stromnetzbetreiber Tennet hat deshalb für das Projekt zwischen Wilhelmshaven und Fedderwarden von Anfang an auf einen offenen Austausch mit den Bürgern gesetzt. Gestern waren nach einem ersten Infomarkt im März wieder Mitarbeiter zum Dialog mit den Anwohnern der künftigen Trasse erschienen. Heute geht es damit in Bockhorn weiter.
Und da ist jeder anders, weiß Veit Kühnemund, Fachmann für den Leitungsbau. Der eine möchte die Masten dicht am Graben haben, der andere lieber so weit davon entfernt, dass sein Mäher noch dazwischen passt. Den Landwirten Folkert Folkers und Sohn Heino aus Memmhausen (südlich von Accum) passt die Trasse gar nicht. Drei Masten haben wir künftig bei uns im Land stehen, so Heino. Er hat resigniert. Ändern können wir daran leider nichts. Grundsätzlich soll die neue 380-KV-Leitung ja entlang der bestehenden 220-KV-Leitungstrasse entstehen. Doch die steht in diesem Bereich auf der südlichen Seite der A 29, beim JadeWeserPark - und ist damit tabu für eine zusätzliche Stromleitung. Trotzdem sind die beiden Folkers noch einmal zum Austausch erschienen. Veit Kühnemund hat gerade ihre Vorschläge für die Zuwegung zu den Masten notiert.
