WILHELMSHAVEN - Die Wilhelmshavener Fußballfans ließen sich am vergangenen Sonnabend noch einmal mobilisieren, um dem SVW im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord den Rücken zu stärken. Es half nichts, denn die Jadestädter verloren vor fast 2000 Zuschauern das Nachbarschaftsderby gegen den VfB Oldenburg mit 1:2 und sind damit de facto abgestiegen. Die Mannschaft war dem Druck, der nach dem erneuten Punktabzug entstanden war, im letzten Saisonspiel nicht mehr gewachsen.
In dem Bezirksderby machten die Oldenburger von Beginn an deutlich, dass sie die Punkte aus dem Jadestadion unbedingt mitnehmen wollten. Nach hektischem Beginn besannen sich beide Mannschaften auf das Fußballspielen, und das machten die Oldenburger einfach besser. Trainer Alexander Nouri hatte ein Pressing als Devise ausgegeben. Das setzte seine Mannschaft konsequent um, ließ so kaum Wilhelmshavener Spielfluss aufkommen. Oldenburger Tormöglichkeiten blieben aber eher selten. Eine davon vereitelte SVW-Torhüter Hergen Gerdes, als er einen Distanzschuss für Christian Thölking mit einer Glanzparade über die Latte lenkte. Eine weitere vergab Julian Lüttmann, der den SVW-Torhüter bereits umkurvt hatte, den Ball aber nicht über Linie brachte. Erst nach einer halbe Stunde machten sich die Jadestädter in der Offensive bemerkbar. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gingen sie durch Max Kremer sogar in Führung. Die Freude darüber hielt nur bis kurz nach dem Seitenwechsel. Da markierte Christian Thölking mit einem direkt verwandelten Freistoß den Ausgleich. Mit der Einwechslung von David Jahdadic versuchte SVW-Trainer Neidhart, neue Impulse in der Offensive zu setzen. Die Oldenburger Abwehrkette blieb jedoch stabil. Auf die Verliererstraße brachte die Jadestädter dann der Oldenburger Kapitän Julian Lüttmann. Er war mit dem Kopf bei einer Flanke Thölking zur Stelle und gab Torhüter Gerdes aus kurzer Entfernung das Nachsehen. Damit besiegelte er den Abstieg des ewigen Bezirksrivalen, für den jedoch noch ein Hintertürchen zur Regionalliga offen ist. Setzt Nordmeister KSV Holstein Kiel sich in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen Hessen Kassel durch, dann bleibt Wilhelmshaven Viertligastandort.
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SV Wilhelmshaven - VfB Oldenburg 1:2 (1:0)
SV WilhelmshavenGerdes – Papaefthimiou, Hofmann, Softic, Sturm (70. Maddente) – Puttkammer, Skoda (80. Fossi) – Broniszewski, Kremer, Alassani – Pollok (64. Jahdadic). VfB Oldenburg: Faqiryar – A. Baal, Uzelac, Wegener, Tönnies – Pröger (88. Petersen), Aidara, Thölking, L. Baal (62. Bennert) – van Humbeeck (70. Halke), Lüttmann.
Torfolge: 1:0 Kremer (45.+1); 1:1 Thölking (47.); 1:2 Lüttmann (75.). Zuschauer: 1.848
