Wilhelmshaven - Zur Rutschpartie auf gefrorenem Untergrund dürfte heute das Fußball-Regionalliga-Spiel des SV Wilhelmshaven beim BSV Rehden werden, das Schiedsrichter Markus von Glischinski um 15 Uhr an der Eichendorffstraße 6 anpfeifen soll.

Die Gastgeber auf jeden Fall wollen spielen und die jüngste Erfolgsserie - nur zwei Niederlagen in den letzten neun Spielen - fortsetzen, die sie auf Platz 8 in der Liga führte. Nach einer Platzbegehung gab es gestern von Vereinsseite aus grünes Licht für die Partie.

Beim Gast macht Trainer Christian Neidhart keinen Hehl daraus, liebend gerne sofort in die Winterpause zu gehen. Wir hoffen, dass das Spiel ausfällt, denn unsere Situation ist schwierig - und für mich als Trainer eigentlich untragbar. Die Situation im Verein, der drohende Zwangsabstieg und noch immer keine klaren Aussagen in diesen Bereichen - was das für meine Arbeit bedeutet, kann sich jeder ausrechnen.

Oder Anschauungsunterricht nehmen. Denn auch wenn die Partie bei Concordia Hamburg nach Ansicht des SVW-Trainers auf Grund der katastrophalen Platzverhältnisse (Zehnmal schlimmer als bei der ersten Absage) nie hätte angepfiffen werden dürfen, war die Einstellung der meisten Spieler, die dem Vernehmen nach seit Wochen auf ihr Gehalt warten, nicht so, dass der SVW beim 0:3 für Treffer oder Punkte hätte in Frage kommen können.

Die Folge? Neidhart: Eigentlich müsste ich nach so einem Spiel auf sechs, sieben Positionen Änderungen vornehmen. Doch die Alternativen gibt es nicht, und natürlich kann ich auch den Frust der Spieler verstehen. Trotzdem müssen wir sehen, dass wir sportlich noch einmal die Kurve bekommen. Und da brauchte ich elf Leute, die sich noch einmal voll reinhängen.


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Martin Münzberger
Martin Münzberger Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung