WILHELMSHAVEN - Auf einem Abstiegsplatz liegend ist der Fußball-Regionalligist SV Wilhelmshaven am Sonntagnachmittag in die Begegnung gegen den ebenfalls in der unteren Tabellenregion befindlichen Aufsteiger Eintracht Norderstedt gegangen. Beide von Sorgen um den Klassenerhalt geplagten Mannschaften lieferten bei widrigen Wetterbedingungen durchaus ansehnliche 90 Minuten ab. Es blieb schließlich bei einem torlosen Remis, das sich die über eine Stunde in Unterzahl befindlichen Jadestädter redlich verdienten.
Wilhelmshavens Trainer Farat Toku wählte das gewohnte 4-1-4-1-System, in dem Alessandro Alfieri, der für den gesperrten Christopher Braun die Kapitänsbinde trug, den defensiven Part im Mittelfeld übernahm. In der Startformation standen auch die drei Zugänge, die in der Winterpause kamen. Norikazu Murakami agierte in der Angriffsspitze. Giacomo Serrone und Serhan Zengin kamen im offensiven Mittelfeld zum Einsatz gegen einen Gegner, bei dem Trainer Thomas Seeliger taktisch auf eine 4-2-3-1-Ausrichtung setzte.
Kapitän Philipp Koch organisierte die Defensive von der Sechser-Position aus. Auffälligster Akteur beim Aufsteiger war Neuzugang Deran Töksöz, der mit einer Vielzahl von Ballkontakten Akzente in der Offensive setzte. Torchancen ergaben sich jedoch kaum einmal gegen die aufmerksame SVW-Abwehrkette, in der Youness Buduar auf der für ihn ungewohnten rechten Seite verteidigte. Auch die Jadestädter brachten das Tor der Gäste kaum einmal in Gefahr.
Turbulenzen im Norderstedter Strafraum gab es nur einmal nach ein Sturmlauf von Giacomo Serrone. Einen der wenigen Vorstöße der Eintracht stoppte SVW-Abwehrspieler Dario Fossi am Strafraum mit einem Foulspiel, das Folgen hatte. Der Unparteiische zeigte ihm nämlich die Gelbe Karte. Als der aktive Co-Trainer kurz danach erneut zu forsch in einen Zweikampf ging, sah er die Farben Gelb-Rot. Die Jadestädter gerieten so von der 23. Minute an in Unterzahl, kompensierten das aber recht geschickt gegen weiterhin sehr vorsichtig agierenden Norderstedter.
SVW-Trainer Farat Toku ließ in der Halbzeit Norikazu Murakami und Serhan Zengin in der Kabine und brachte dafür David Jahdadic und Benjamin Sturm in ein Spiel, das die Jadestädter trotz numerischer Unterlegenheit dominierten. Die Chance zum Führungstreffer verpasste Alessandro Alfieri, als er freistehend das Tor der Gäste verfehlte. Noch dichter dran an einem Treffer war Alessandro Ficara. Sein Schuss ins lange Eck sprang jedoch vom Pfosten ins Feld zurück. Dann meldeten sich die Norderstedter zurück. Der eingewechselte Jan-Philipp Rose war nach einem Abpraller zur Stelle. Sein Treffer fand jedoch wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung. Kurz danach zwang er den SVW-Keeper mit einem Freistoß zu einer Glanzparade. Auch sein Gegenüber Johannes Höcker zeichnete sich bei einem Distanzschuss von Giacomo Serrone noch einmal aus und rettete seiner Mannschaft damit das torlose Remis, das bei keiner von beiden Mannschaften die rechte Freude aufkommen ließ.
