Wilhelmshaven - Wilhelmshaven - Die Regionalliga-Fußballer des SV Wilhelmshaven bleiben eine Wundertüte: Eine Woche nach dem 1:5-Debakel gegen Oberneuland rehabilitierten sich die Jadestädter am Sonnabend mit Bravour und bezwangen die U 23 des VfL Wolfsburg knapp aber verdient mit 1:0 (1:0).Genau wie gegen Oberneuland und zuletzt am Mittwoch in Leipzig begann die Elf von SVW-Trainer Wolfgang Steinbach konzentriert und engagiert. Dies schien den Gästen, die als Tabellenzweiter als klarer Favorit angereist waren, so gar nicht zu passen. Mit hoher Laufbereitschaft und guter Raumaufteilung kompensierten die Gastgeber spielerische Defizite und kauften den VW- Städtern damit schnell den Schneid ab.
Max Wegner nahm das Tor der Gäste erstmals in der 7. Minute unter Beschuss, wenig später setzte sich Musa Karli durch seine Hereingabe fand jedoch keinen Abnehmer. Auf der anderen Seiten warteten die 528 Zuschauer vergeblich auf ein offensives Lebenszeichen der Wolfsburger. Ein Schüsschen von Kevin Wolze war die einzige Prüfung für SVW-Keeper Christian Meyer.In der 17. Minute wurden die Gastgeber für ihr Engagement belohnt: Dr VfL brachte den Ball nach einer Ecke nicht aus der Gefahrenzone, Karli passte nach innen und irgendwie landete das Leder bei Innenverteidiger Dario Fossi.
Der drosch den Ball Richtung Tor, traf dabei Toni Gänge, der unhaltbar ins kurze Eck abfälschte. Bei der Frage, wer denn nun das Tor des Tages erzielt hat, waren sich die beiden auch nach Spielschluss nicht einig. Ist doch auch vollkommen egal, sagte Gänge. Schreib einfach Torio Fossi Hauptsache wir haben gewonnen.Wer spätestens nach dem Seitenwechsel mit einem Sturmlauf des Tabellenzweiten gerechnet und an einen erneuten SVW-Einbruch geglaubt hatte, der rieb sich auch in den zweiten 45 Minuten verdutzt die Augen.
Die Gastgeber standen weiter kompakt und erstickten den zarten Wolfsburger Vorwärtsdrang schon im Keim. Die hilflos wirkenden Gäste beschränkten sich auf lange Bälle, die aber stets leichte Beute für Fossi und seinen überragenden Nebenmann Andreas Gaebler waren.In der 78. Minute hatte Wegner die Chance, den Sack zuzumachen, als er alleine auf das VfL-Gehäuse zueilte den Ball aber nicht an Gästekeeper Krull vorbei brachte. So begann das große Zittern und um ein Haar hätte sich der SVW um den Lohn seiner Arbeit gebracht. Fossis einziger Stellungsfehler brachte Klos in Schussposition.
Der Wolfsburger brauchte aber zu lange, so dass Fossi zur Ecke klären konnte. Auch in der vierminütigen Nachspielzeit gelang es dem VfL nicht, das SVW-Bollwerk zu knacken.Neben Gaebler verdiente sich ein weiterer SVW-Akteur die Bestnote: Radek Spilacek. Traumhaft sicher in der Ballbehandlung, dazu bissig im Zweikampf und das über 90 Minuten. Jedes Spiel ist eben anders, gab Spilacek zu Protokoll. Bleibt zu hoffen, dass er sich irrt.
