Wilhelmshaven - Während sich viele Menschen am Wochenende auf den zugefrorenen Wasserflächen tummelten, probte die Feuerwehr Rüstringen die Eisrettung. Auf dem Plauentief übten die Mitglieder die Rettung von eingebrochenen Personen. Übungspuppe Harry diente als Opfer und wurde in mehreren Durchgängen gerettet. Als Hilfsmittel setzten die Feuerwehrleute Steckleitern und Leinen ein. Vom Ufer aus halfen die Kameraden Harry sicher an Land.
Unterdessen weist Klaus Timmermann von den Technischen Betrieben Wilhelmshaven (TBW) noch einmal darauf hin, dass die Stadtverwaltung keine Flächen offiziell freigegeben hat. Im Gegensatz etwa zu Hamburg haben wir bislang keine ausreichende Eisdecke messen können, so der Abteilungsleiter Planung und Unterhaltung Grün der TBW. Dass dort das Eis dicker war, liegt an einer Reihe verschiedener Faktoren. Dazu gehören nicht zuletzt die niedrigeren Temperaturen im tieferen Landesinneren.
Grundsätzlich müsse bedacht werden, dass auch das örtliche Mikroklima, Exponiertheit der Fläche etc. Auswirkungen auf die Dicke des Eises habe. So ist etwa der Teich im Stadtpark von Bäumen umgeben, die vor Wind und somit vor zusätzlicher Kälte schützen, gibt Timmermann zu bedenken. Die letzte Messung am Teich hatte am Freitag 12 cm ergeben, als sicher gelten 15 cm. Am Wochenende trafen sich etliche Wilhelmshavener zum Eisvergnügen auf dem Teich.
Für die kommenden Tage werden Temperaturen über Null Grad Celsius erwartet - Tauwetter. Die Eisschicht dünnt aus und verliert ihre Tragfähigkeit. Auf Spaziergänge auf dem Eis sollte also bis auf Weiteres verzichtet werden.
