Wilhelmshaven - Nachmittags im Dr.-Kibat-Tierheim an der Ladestraße: Glückstag für den kleinen Mac Gyver, der auf seiner Stange in seinem Käfig aufgeregt herumspringt. Gerade noch hat Tierpflegerin Gaby Dohle den grünen Wellensittich als Sorgenkind angepriesen, da kommt ein älteres Ehepaar um die Ecke und muss sich nicht lange breitschlagen lassen. Wenig später hat der Wellensittich ein neues Zuhause. Viele andere Kleintiere müssen weiter warten. Und das sind zurzeit einige. Vor allem Kaninchen und Ratten nehmen derzeit Überhand. Der Platz wird schon knapp, sagt Dohle und zeigt im Haus auf die Ställe mit den Kaninchen. Einige Weibchen hat das Team des Tierheims zunächst vorsorglich in Quarantäne untergebracht, da sie trächtig sein könnten. Wir warten dann mit der Vermittlung, um sicher zu gehen, erklärt Dohle.

In der Mörchenvilla - so nennt das Team des Tierheims den Kaninchenstall mit Laufgehege auf dem Außengelände - warten weitere Tiere auf ein neues Zuhause. Darunter alte Bekannte: Die beiden Kaninchen-Weibchen Happy und Ticky sind schon alte Hasen im Gehege. Die Tierpflegerin wünscht sich schnellstmöglich eine neue Heimat für die Nager. Allerdings sollten sich Interessenten zuvor gründlich überlegen, ob sie ein Kaninchen halten wollen. Die Tiere brauchen Auslauf und können nicht die ganze Zeit im Stall gehalten werden, die wollen auch mal ihre Haken schlagen. Gerade die langjährigen Bewohner der Mörchenvilla seien entsprechend verwöhnt und sollen möglichst ein Zuhause mit Garten und bestenfalls weiteren Kaninchen finden.

Stephan Giesers
Stephan Giesers Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung