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Händler berichtet Toilettenärger auch auf anderen Märkten in Wilhelmshaven

Wilhelmshaven - Die Aufregung ist groß: Das WC für Markthändler am Kirchplatz in Fedderwardergroden bleibt seit Jahresanfang verschlossen, stattdessen werden sie für ihr „dringendes Geschäft“ auf einen längeren Weg zum Bäcker auf der andern Straßenseite geschickt. Der Grund: Die Stadt Wilhelmshaven will die Kosten sparen.

Nicht nur in F’grodenMarkt-WC verschlossen

Die Neuregelung hat die Marktbeschicker im Stadtnorden öffentlichkeitswirksam aufgebracht, Politik sowie der Bürgerverein wurden auf den Plan gerufen. Allerdings: Der lange Weg zum Markt-WC ist kein F’grodener Einzelfall. „Verschlossene Toiletten und stattdessen lange Wege zum WC – das gibt es auch in Altengroden und auf dem Börsenplatz“, stellt Geflügelhändler Werner Poppen aus Hooksiel klar. Schon länger läuft er gegen diese Änderung Sturm. Bislang ohne Erfolg.

Samstags steht Poppen mit dem Verkaufswagen in Altengroden, mittwochs auf dem Börsenplatz. Gelegentlich ist sein Frau Catrin Hansen mit dabei. In Altengroden stand den Händlern bislang ein eigenes WC im Gebäude des Netto-Marktes zur Verfügung, das von der Stadt Wilhelmshaven betrieben wird und über eine verschlossene Seitentür zu erreichen ist. „Das WC ist damals ausschließlich für die Marktbeschicker eingerichtet worden“, weiß Poppen. Vom seinem Verkaufswagen bis zum WC waren es so bislang nur wenige Meter. Den Schlüssel mussten die Beschicker aber abgeben. Sie sollen jetzt zur weiter entfernten Bäckereifiliale von Bäcker Becker an der Werdumer Straße zur Toilette gehen.

Kurze Wege zum WC sind auf dem Börsenplatz ebenfalls Geschichte. Früher habe es eine Vereinbarung mit einem Café am Börsenplatz gegeben, sagt Poppen. Später erhielten die Markthändler einen Schlüssel für das öffentliche WC an der Bahnhofsstraße am Parkplatz bei Leffers. Inzwischen steht ihnen das WC einer Bäckereifiliale bei Nanu-Nana zur Verfügung. „Wir müssen also erst einmal durch die Fußgängerzone.“

Andere Örtchen also, aber dasselbe Problem: Aufgrund der Wege zum WC müssen die Händler nun deutlich länger ihre Stände verlassen. Das sei schlecht für das Geschäft. Und für Händler, die alleine sind, sei das gar nicht machbar, sagt Poppen. Viele würden sich deshalb überlegen, ob sie künftig lieber andere Wochenmärkte ansteuern, weiß Poppen, der auf anderen Märkten in der Region bessere Lösungen kennengelernt hat: „In Hage und Rhauderfehn zum Beispiel, da haben sie tip-top Toiletten gebaut.“


Markt in F’groden bald wieder mit WC?

Eine Nachricht, die am Samstag schnell die Runde unter Marktbeschickern machte, lassen Poppen und seine Frau jedenfalls hoffen. Oberbürgermeister Carsten Feist soll auf dem Wochenmarkt in F’groden gewesen sein. Und er habe gesagt, dass in dieser Woche abgeklärt werde, ob eine Lösung des Problems möglich ist. „Hoffentlich – auch für die anderen Märkte“, sagt Poppen.

Stephan Giesers
Stephan Giesers Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung
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