• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wilhelmshaven

Tradition: Ostfriesen zeigen ihre Kultur

05.03.2020

Wilhelmshaven „In früheren Zeiten haben wir das meist in Ostfriesland gemacht, inzwischen trauen wir uns auch mal ins ‚Ausland’“, sagt Almut Heibült mit einem Augenzwinkern. Als Sprecherin der Buten­oostfresen-Nord stellte sie das Programm zum Buten-oostfresendag vor, der dieses Jahr zum ersten Mal in Wilhelmshaven stattfindet. Als „Butenoostfresen“ werden Ostfriesen bezeichnet, die außerhalb Ostfrieslands wohnen. Am 6. und 7. Juni verbringen Mitglieder von Ostfriesenvereinen aus ganz Deutschland ein Wochenende „up platt“ in der Jadestadt.

Für das Wochenende ist einiges geplant. Los geht es mit der Pflege der ostfriesischen Kultur am Samstag mit Gesprächen, Tee und Krintstuut im Gorch-Fock-Haus. Begleitet wird der Auftakt durch den Shantychor „Blaue Jungs aus Wilhelmshaven“. Am Nachmittag wird bei einer Hafenrundfahrt und einem Besuch im Aquarium die Gegend erkundet. Das Programm wird abends durch drei Musiker der Gruppe „Laway“ abgerundet. In kleiner Besetzung spielen Gerd Brandt, Albertus Akkermann und Jörg Fröse Folk auf platt.

Der Sonntag beginnt mit einem plattdeutschen Gottesdienst durch Pastor Bernhard Busemann in der Christus- und Garnisonkirche. Im Anschluss folgt ein Empfang mit Oberbürgermeister Carsten Feist im Gemeindesaal. Er hat die Schirmherrschaft für den diesjährigen Butenoostfresendag übernommen.

Durch solche Veranstaltungen oder auch verschiedene plattdeutsche Theaterprojekte in der Jadestadt könne man jungen Leuten zeigen, „es ist auch ein Stück eurer Identität und das geht auch modern“, betont Feist. Busemann ergänzt mit Blick auf die Stadtgeschichte: „In den Adern der Stadt steckt, glaube ich, ganz viel Plattdeutsches und Ostfriesisches.“

Etwa im 19. Jahrhundert seien viele Ostfriesen, meist für die Arbeit, nach „buten“ gegangen, erklärt Heibült. Außerhalb von Ostfriesland kamen die „Grundbedürfnisse der Ostfriesen“ häufig zu kurz. „Es war ja nicht wie heute: Schwarzbrot, Boßeln, ostfriesischer Tee oder Kluntjes gab es da nicht“, so Heibült. Um ihrer Sehnsucht entgegenzuwirken, haben sich „so unendlich weit weg von der Heimat“ schnell Vereine gegründet, berichtet sie.

Alle zwei Jahre findet ein Butenoostfresendag statt. Die „Arbeidsgemeenskupp van de Verenen un Vereinigungen“ erwartet im Juni rund 130 Gäste aus Berlin, Hamburg, Bremen, Osnabrück, Düsseldorf, Köln oder auch Lüneburg.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.