Wilhelmshaven - Einsteigen, Türen schließen. Linkskurve, Rechtskurve, den Berg hinauf und hinunter - und zum Schluss wird abgeladen. Bevor der jüngste Nachwuchs des Heidmühler FC mit dem Turnen loslegen kann, wird erst einmal gesungen. Leiterin Nadine Rohard-Breitbarth verteilt Liederzettel mit dem Schotterwagen und dem Krokodil.

Tophits, einfache Übungen - doch bevor es soweit ist, müssen die Mütter von Neele, Lara, Joris, Elias und Kira Marie erst einmal Matten und Langbänke schleppen, Bälle in die Halle rollen und Tunnel enttüdeln.

Bis zu zehn Kinder turnen derzeit jeweils dienstags von 15 bis 16 Uhr in der Halle der Grundschule Heidmühle. Weil aber immer wieder der eine oder andere krank ist, den Mittagsschlaf verpasst oder verlängert hat so wie beim Besuch der Zeitung, bleibt der Kreis überschaubar. Und da Nadine Rohard-Breitbarth, die sich auch im Familienzentrum Schortens engagiert, selbst sechsfache Mutter ist, geht der Überblick sowieso nicht verloren. Wie überhaupt die Mischung aus Improvisation und Planung zu funktionieren scheint. Man muss immer einen Plan B haben, findet Rohard-Breitbarth, während der einjährige Joris verschnupft und verträumt in Turnschuhen der Größe 20 durch die Halle wandelt und Neele den Turnkollegen so liebevoll den Kopf streichelt, dass die Übungsleiterin hinterher eigentlich nicht mehr über das Erlangen von Sozialkompetenz sprechen muss.

Wir sind sehr froh, dass wir so eine Gruppe wieder anbieten können, stellt Frauke Kerschbaum, beim Heidmühler FC zusammen mit Sabine Laube Koordinatorin für den Bereich Sport undamp; Gesundheit, fest.

Martin Münzberger
Martin Münzberger Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung