WILHELMSHAVEN - Die Wasserqualität des Banter Sees wird ein Jahr lang genau untersucht. Das hat der Betriebsausschuss Grundstücke und Gebäude der Stadt (GGS) Wilhelmshaven am Donnerstag mit der Mehrheit von CDU und SPD empfohlen. Nach einem Jahr – voraussichtlich Mitte 2013 – soll anhand der Ergebnisse entschieden werden, ob das Gewässer technisch oder biologisch saniert werden soll. Bis Ende 2012 laufen laut Vertrag noch die beiden Freistrahlanlagen. Das schließt ein anderes Verfahren in dem Zeitraum aus.

Harald Witte stellte den Ausschussmitgliedern drei Möglichkeiten zur Sanierung vor. Bei der tech­nischen Lösung soll der Banter See entweder einseitig über den Grodendamm oder beidseitig über Grodendamm und Jade geöffnet werden.

Bei der biologischen Lösung würden kleine Lebewesen (zum Beispiel Wasserflöhe oder auch weitere Fische) in dem See angesiedelt, zudem müsste es breite Uferbepflanzungen geben.

Als dritte Möglichkeit käme eine chemische Lösung in Betracht. Dabei würde eine Substanz in den See gekippt, die das Phosphat als Ursache für die Blaualgenplage bindet. Für diese Lösung machte sich in der Diskussion Stadtbaurat Klaus-Dieter Kottek stark, der als Leiter des Arbeitskreises Banter See mit Wissenschaftlern und anderen Fachleuten Möglichkeiten zur Sanierung entwickeln soll.

Die Fraktionen von CDU und FDP brachten einen Änderungsantrag in den Ausschuss ein, der eine chemische Lösung ausdrücklich ausschließt. Für den Fall, dass dies so vom Rat bestätigt wird, drohte Klaus-Dieter Kottek mit seinem Rücktritt als Leiter des Arbeitskreises. Es dürfe keine Option im Vorfeld ohne Not ausgeschlossen werden, sagte Kottek.