Wilhelmshaven - Die Familie Voges hat für die von ihr geführte Autohaus-Gruppe Insolvenz angemeldet. Helmut Voges, Geschäftsführer der Voges Automobile GmbH, bekräftigte gestern Abend gegenüber der Wilhelmshavener Zeitung den festen Willen, das Unternehmen am Standort Wilhelmshaven weiter führen zu wollen. Vorrangiges Ziel ist die uneingeschränkte Fortführung und der Erhalt der Autohäuser.

Das Amtsgericht hat den Rechtsanwalt und Notar Christian Hanken (Wittmund) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Hanken will sich umgehend einen Überblick über die Lage der betroffenen Unternehmen verschaffen und noch in dieser Woche Gespräche mit Gläubigern führen. Eine Schlüsselrolle dürfte dabei den Autoherstellern zufallen.

Die Autogruppe Voges zählt mit der Voges Automobile GmbH (Renault, Nissan, Dacia) und die Frank Voges Automobile GmbH (Volvo, VW) zu den größten Autohändlern im Nordwesten. Das Unternehmen beschäftigt 120 Mitarbeiter und habe in 2009, so von Helmut Voges, einen Umsatz von 50 Millionen Euro gemacht. Einschließlich der 15 Partnerunternehmen zwischen Cuxhaven, Emden und Oldenburg, die Fahrzeuge nur in Lizenz über Voges verkaufen dürfen, habe man rund 4000 Autos abgesetzt. Aktuell lägen Verträge über 250 und 300 Neuwagenverkäufe vor, die man jetzt im Einvernehmen mit Herstellern und Kunden abwickeln werde.

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