Wilhelmshaven - Zur offiziellen Eröffnung haben sich noch nicht allzu viele Besucher im Hof des Stadttheaters eingefunden. Einen bunten Umzug des Theatervolks durch die City wie in den Vorjahren gab es diesmal nicht. Oberbürgermeister Andreas Wagner lobte die Landesbühne: „Ich mag die Menschen dort. Ihr macht einen super Job!“ Auch Intendant Olaf Strieb zeigte sich zum Ende der Sommerpause bestens gelaunt: „Die Landesbühne stellt sich heute neu dar – und präsentiert sich als offenes Haus. Schauen Sie sich um hinter den Kulissen, werfen Sie einen Blick in das Büro des Intendanten. Und probieren Sie reichlich von dem gesamten Angebot.“
Probieren. So lautet das Motto der Spielzeit 2019/20. Zuerst wird an diesem Nachmittag auf der Bühne des Theaters „genascht“: Im Mittelpunkt stehen dort mal die Mitarbeiter, die sonst im Hintergrund wirken. Bei der Pyro- und Gefahrenshow zeigen Requisiten-Chef Christoph Kremke und Bühnentechniker Marc König als Unterstützung, welcher Aufwand hinter einem Schwertkampf steckt oder was es alles zu beachten gilt, bevor es knallt, zischt und blitzt in einem Theaterstück. Sehr unterhaltsam präsentierten die beiden Männer die ganze Bandbreite an Möglichkeiten. „Herzhaft ohne zu zögern zuschlagen“ rät die Bedienungsanleitung der Spezialflasche. Und zack, zersplittert die Flasche auf Kremkes Kopf.
Ruhiger geht es draußen bei der Volksbühne zu. Hier probiert: Die Waffeln am Holzspieß. Schmecken prima. Dazu klärt der Vorsitzende Michael Hillers auf: „Wir spielen nicht selber, sondern sind eine Besuchergemeinschaft. Volksbühnen haben ihren Ursprung in Berlin. Sie sollten auch einfachen Leuten mit wenig Geld den Theaterbesuch ermöglichen.“ Die derzeit 280 Mitglieder genießen auch heute dank ihrer Beiträge nicht nur ermäßigte Abos für diverse Vorstellungen, sondern auch den regen Austausch mit der Landesbühne. Warum es keine Kooperation mit dem „Theater am Meer“ gibt, weiß Hillers gar nicht: „Ich denke, wir müssen uns mal zusammensetzen und darüber reden.“
Drüben vor der VHS steht Schauspieler und Dozent Simon Ahlborn zwischen lauter Kindern. Die versuchen sich an diversen Kunststücken, wie sie auch im Zirkus zu sehen sind. Ahlborn zeigt den Kleinen, wie sie die Balance halten oder einen Diabolo bewegen können. „An der VHS biete ich einen Zirkus-Kursus an für Kinder ab sechs Jahren“, sagt er.
Seit nunmehr sechs Jahren bereichert Gaby Sieck mit ihrem vielköpfigen Team (und inzwischen drei Küchen-Projekten) das kulinarische Angebot des Kulturkarussells. „Allein hier in der VHS sind außer mir sechs Mitarbeiter dabei – und alle machen sich echt super.“ Die Schlange vor den Pasta-Gerichten, die jeder nach eigenem Geschmack zusammenstellen kann, werden vor den Augen der Wartenden zubereitet. Gaby Sieck verweist auf die Alternative: „Draußen bietet unsere VHS-Kantine der Unfallversicherung Bund und Bahn Currywürste an. Mit Fleisch von Schweinen aus der Region, die artgerecht gehalten wurden.“
Sonore, schwingende Töne lenken das Interesse in den Flur der VHS. Hier zeigen mehrere Dozenten, was sie in ihren Kursen zu bieten haben. Heinz Ehlers ist einer von ihnen. Er spielt Didgeridoo, das uralte Instrument der australischen Ureinwohner. „Wir nutzen in meinen Kursen die therapeutische Wirkung auf die Lungenfunktion“, erklärt er. „Vor allem aber muss man eine kindliche Spielfreude zulassen, um Didgeridoo zu spielen. Die Zirkularatmung muss man dazu nicht beherrschen, sie bietet Fortgeschrittenen nur mehr Spielfreude.“ Wie entspannend die Klänge sein können, zeigt der Selbstversuch mit geschlossenen Augen: Ehlers sitzt gegenüber, sein Didgeridoo brummt angenehm warm durch Mark und Bein, macht das Herz leicht und den Kopf frei.
Sonore, schwingende Töne lenken das Interesse in den Flur der VHS. Hier zeigen mehrere Dozenten, was sie in ihren Kursen zu bieten haben. Heinz Ehlers ist einer von ihnen. Er spielt Didgeridoo, das uralte Instrument der australischen Ureinwohner. „Wir nutzen in meinen Kursen die therapeutische Wirkung auf die Lungenfunktion“, erklärt er. „Vor allem aber muss man eine kindliche Spielfreude zulassen, um Didgeridoo zu spielen. Die Zirkularatmung muss man dazu nicht beherrschen, sie bietet Fortgeschrittenen nur mehr Spielfreude.“ Wie entspannend die Klänge sein können, zeigt der Selbstversuch mit geschlossenen Augen: Ehlers sitzt gegenüber, sein Didgeridoo brummt angenehm warm durch Mark und Bein, macht das Herz leicht und den Kopf frei.
Beim spanischen Verein nur schnell „hallo“ sagen, dann geht es weiter zur Kunsthalle. Hier ist derzeit die Ausstellung „Götzendämmerung“ von Moritz Götze zu sehen – und zu hören. Neben klein- und besonders großformatigen Werken gefällt das haptische und akustische Erlebnis an den Plattenspielern. Wer Götze im Marinemuseum gesehen oder gar verpasst hat, darf sich die aktuelle Gelegenheit nicht entgehen lassen.
Beim spanischen Verein nur schnell „hallo“ sagen, dann geht es weiter zur Kunsthalle. Hier ist derzeit die Ausstellung „Götzendämmerung“ von Moritz Götze zu sehen – und zu hören. Neben klein- und besonders großformatigen Werken gefällt das haptische und akustische Erlebnis an den Plattenspielern. Wer Götze im Marinemuseum gesehen oder gar verpasst hat, darf sich die aktuelle Gelegenheit nicht entgehen lassen.
Genug probiert. Zum Schluss ein dickes Lob an die Organisatoren für das plastikfreie Kulturkarussell: Es gab kein Einwegplastik, keine Plastikstrohhalme, keine Luftballons. Das schmeckt sogar der Umwelt.
Genug probiert. Zum Schluss ein dickes Lob an die Organisatoren für das plastikfreie Kulturkarussell: Es gab kein Einwegplastik, keine Plastikstrohhalme, keine Luftballons. Das schmeckt sogar der Umwelt.

