Wilhelmshaven - Es darf gerätselt werden: Was will uns der Künstler sagen? Die Nordwestkunst-Ausstellung, die am morgigen Sonntag um 15 Uhr eröffnet wird, lässt dem Betrachter viel gedanklichen Spielraum. Bürgermeister Uwe Reese, der morgen ein paar Worte sagen soll, gesellte sich zum Pressetermin hinzu, um sich schon einmal einen Eindruck zu verschaffen und Anregungen für seine Ansprache zur Eröffnung zu erhalten. Für die breite Masse der Wilhelmshavener ist das hier eher nichts, meinte er, wenngleich er selbst durchaus Interesse für das Gezeigte entwickelte.

Recht hat er und auch wieder nicht. Auf großes Interesse stieß bereits eine Installation zur Ausstellung ein paar Schritte von der Kunsthalle entfernt. Hier kam es zur Prinzbesetzung durch Samuel Treindl und David Rauer, die seit Donnerstag Mittag so eine Art Bretterverschlag am bronzenen Adalbert errichteten, mit Holzkochstelle, fließend Wasser und bullerndem Kanonenofen im mit Folie und anderen Plastikresten regendicht zusammengeschusterten Unterstand.

Was soll denn das? fragten besorgte Anwohner und alarmierten die Polizei, weil sie eine unbotmäßige politische Aktion, ein Klein Wackersdorf ausgerechnet am ehrwürdigen Gründer der preußischen Marine, wähnten.

Der so vernagelte Prinz aber war damit, bildlich gesprochen, vom Sockel geholt. Nicht nur die herbeigerufenen Polizisten befassten sich eingehend mit dem Denkmal und den Intentionen seiner Besetzer, sondern auch etliche Passanten. Jeder, der vorbeikam, drehte sich nach dem originellen Anblick um, laufend wurden die beiden Künstler gestern auf Sinn und Zweck des Ganzen angesprochen.

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Hartmut Siefken
Hartmut Siefken Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung