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Anlaufstelle in Wilhelmshaven Wasserschaden legt Selbsthilfe-Kontaktstelle lahm

Wilhelmshaven - Im August zog die Selbsthilfekontaktstelle (Seko) in ihr neues Domizil im ehemaligen Waschhaus im Europaring 22 ein. Es herrschte große Freude über die hervorragend geeigneten Räume. Doch das Waschhaus ist nass. Wegen eines Schadens im Kanalsystem kriecht Feuchtigkeit die Wände hoch, es hat angefangen zu schimmeln. Die Räume sind so nicht zu benutzen. „Das ist für die Betreuung der Selbsthilfegruppen eine Katastrophe“, sagt Cordula Franke, Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle Wittmund-Wilhelmshaven. Sie ist Ansprechpartnerin für rund 100 Selbsthilfegruppen. Denen fehlt jetzt ein wichtiger zentraler Treffpunkt, für vertrauliche Beratungsgespräche gibt es zurzeit in Wilhelmshaven keinen geeigneten Ort. Franke ist auf ihr Büro in Wittmund angewiesen, doch das ist für die Betreuung der Wilhelmshavener Gruppen zu weit entfernt.

Firmen bereits mit Behebung der Schäden beauftragt

Für etliche Gruppen hat sie Ausweichquartiere bei der Volkshochschule und bei den Kirchengemeinden finden können. Für deren Bereitschaft, die Selbsthilfegruppen vorübergehend aufzunehmen, ist Franke dankbar. Doch für die Vernetzung der Gruppen untereinander ist das Fehlen der zentralen Stelle abträglich. Auch Neugründungen von Gruppen sind durch die missliche Situation erschwert.

Der LEG ist der Wasserschaden in der Seko-Kontaktstelle bekannt, bestätigt Veronika Böhm aus der Kommunikationsabteilung des Unternehmens in Düsseldorf. Bei der Bestandsaufnahme des Schadens habe man festgestellt, dass die Abflussleitung brüchig ist und dadurch Wasser im Kriechkeller steht. Um die Behebung des Schadens würden sich bereits beauftragte Fachfirmen kümmern, so Böhm.

Die Fassadenarbeiten sowie Elektroarbeiten wurden laut Böhm bereits beauftragt – in dieser Woche sei eine Begehung mit einem Kanalbauer geplant, um eventuell auch nötige Arbeiten an der Kanalleitung im Außenbereich zu planen. Eine Bautrocknung sei ebenfalls in Vorbereitung.

Wasser muss regelmäßig abgepumpt werden

Bis der ursächliche Schaden behoben ist, werde durch einen Rohr-/Kanalreiniger nach Starkregen das rücklaufende Wasser aus dem Kriechkeller regelmäßig abgepumpt. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man keinen konkreten Zeitpunkt für die finale Schadensbehebung nennen, da hier viele Gewerke ineinander greifen würden. Man hoffe jedoch, dass die Selbsthilfekontaktstelle schnell wieder bezogen werden könne.


Wie Franke bestätigt, wurden der Selbsthilfekontaktstelle als Übergangslösung diverse Alternativflächen in Wilhelmshaven angeboten. Diese wurden auch besichtigt, entsprachen jedoch bisher nicht den Anforderungen der Kontaktstelle. Man suche weiter, so Böhm. Zu einer Auflösung des auf zehn Jahre abgeschlossenen Mietvertrages, wie von der Seko gewünscht, sieht die LEG keine Veranlassung.

Hartmut Siefken
Hartmut Siefken Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung
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