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Familien-Tradition Weihnachtsbäume in Wilhelmshaven stark gefragt

Wilhelmshaven - Der zweite Advent liegt gerade erst hinter uns, doch die ersten Weihnachtsbäume sind schon gekauft. In dem ein oder anderen Wohnzimmer sind sie bereits aufgestellt und festlich hergerichtet. Für viele Bürger gehört ein Christbaum einfach zum Weihnachtsfest dazu – am angesagtesten ist die Nordmanntanne. Davon stehen im Sportforum rund 500 Stück, weitere 500 liegen auf Paletten. Und der Verkauf läuft gut, wie Peter Stracke erzählt.

„Die Leute machen es sich in diesem Jahr Zuhause gemütlich, weil sie nicht verreisen können“, so der gelernte Baumschuler, der den Verkauf am Sportforum bereits im Vorjahr übernommen hat. In seinen Augen hat die Familie aufgrund der Corona-Pandemie deutlich an Wert zugelegt. „Es kamen dieser Tage bereits Familien, die zum ersten Mal einen Weihnachtsbaum gekauft haben“, erzählt er, während eine weitere Nordmanntanne „eingenetzt“ wird.

1000 Nordmanntannen für Verkauf vorbereitet

Während der gelernte Baumschuler die verpackte Tanne zum Auto des Käufers trägt, schaut sich Sabine Decker nach einem schönen Exemplar um. Die Größe sei ihr egal, hübsch muss er sein. „Seit rund zehn Jahren kaufen wir wieder regelmäßig einen echten Weihnachtsbaum, nachdem wir eine Zeit lang einen künstlichen hatten. Einerseits ist es für die Enkel schöner, andererseits gehört der Duft der Tanne dazu.“

Mit dem Aufstellen und Schmücken soll es bereits in dieser Woche losgehen. Neben einer Lichterkette und Kugeln zieren auch Süßigkeiten den Christbaum von Sabine Decker. „Damit die Kinder beim Abbauen später auch etwas zum Plündern haben“, sagt sie. Noch vor Neujahr wird die Nordmanntanne wieder aus ihren vier Wänden verschwinden, aus Platzgründen, wie sie sagt.

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Bis weit in den Januar hinein wird derweil eine Tanne die Terrasse von Helmut Möllenbeck schmücken. Waren es in den vergangenen Jahren häufig Bäume mit Ballen, entschied er sich dieses Mal für einen Tannenbaum ohne Wurzelwerk. „Wir haben sie sonst immer im Garten eingesetzt, doch da ist inzwischen kein Platz mehr. Die erste, die wir vor etwa 20 Jahren eingesetzt haben, ist schon 15 Meter hoch.“ Von einem künstlichen Weihnachtsbaum hält er rein gar nichts: „Entweder einen echten oder gar keinen.“

„Man spürt förmlich, dass man in einer Hafenstadt ist“

Wenngleich es aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbunden Einschränkungen in diesem Jahr ein anderes Weihnachten geben wird, scheint die Vorfreude nicht getrübt, im Gegenteil. „Es ist mehr los als in den Vorjahren“, sagt Stracke. Bereits vor dem Öffnen des Bauzaunes stünden täglich die ersten Interessenten am Sportforum. Von 9 bis 19 Uhr können dort Weihnachtsbäume ausgesucht werden.

Vor allem Tannen zwischen 2 und 2,40 Meter finden reißenden Absatz. Auch drei Meter hohe Bäume seien stark gefragt, erzählt Stracke. Für ihn selbst ist der Weihnachtsbaumverkauf in Wilhelmshaven eine Art „Sommerurlaub. Ich komme aus dem Sauerland und genieße diese Zeit an der Küste. Die Menschen sind freundlich und weltoffen. Man spürt förmlich, dass man in einer Hafenstadt ist.“ Und genau das macht die Vorweihnachtszeit so besonders – ein fröhliches Miteinander, wenngleich in diesem Jahr unter anderen Voraussetzungen.

Michael Hacker
Michael Hacker Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung
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