WILHELMSHAVEN - Zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen haben sich die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV und des Drittligisten OHV Aurich am Dienstagabend in einem Testspiel gegenübergestanden. Dabei entschied der WHV auch den gestrigen Vergleich mit 32:24 klar für sich. Zur Pause stand es in der fair geführten Begegnung 17:12.
Wirklich zufrieden war Christian Köhrmann, Trainer der Jadestädter, jedoch nicht. Zu viele Ballverluste im Spielaufbau, fehlender Druck und Unkonzentriertheiten im Angriff bemängelte er. Die Erklärung dafür war jedoch recht simpel: 'Die Jungs waren einfach platt', erläuterte Köhrmann. Auf der Platte standen die gleichen neun Akteure, die am Wochenende das Turnier in Hildesheim bestritten hatten. Trotzdem passte es Köhrmann nicht, dass einige die Sache nicht ernst genug genommen haben.
Doch er sah auch viel Positives von seiner Mannschaft. Sowohl das Rückzugsverhalten als auch die Abwehr bei Spielzügen der Auricher überzeugte ihn. Allerdings habe sein Team nach Unterbrechungen auch mehrfach gepennt.
Einen starken Auftritt legte WHV-Keeper Markus Bokesch hin. Mit insgesamt 18 Paraden war er ein großer Rückhalt und verdiente sich mit starken Reflexen den Applaus der rund 110 Zuschauer in der Nordfrost-Arena.
Bei den Aurichern zeigte sich, dass sie seit dem Vergleich im Juli gut gearbeitet haben. In vielen Situationen präsentierten sie sich stark verbessert. Doch es sei noch ein langer Weg, bis alles stimme, machte OHV-Trainer Arek Blacha deutlich. 'Wir haben Baustellen bis nach Meppen', sagte er nach der Partie. Erfreulich sei, dass die Mannschaft gut mitarbeite und ein Fortschritt zu erkennen sei.
Dass es gegen Wilhelmshaven nicht zum Sieg gereicht hat, störte ihn wenig. 'Die sind individuell sehr stark. Wenn wir gegen Gegner aus unserer Klasse spielen, sehen wir deutlich besser aus', fasste Blacha zusammen. Wichtig sei, dass sich nach den personellen Veränderungen das Zusammenspiel gut entwickelt und das neue System umgesetzt wird.
