Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Auszeichnung für schöne Häuser Wie aus einem Stadtbildpreis vier wurden

Gerd Abeldt

Wilhelmshaven - Wilhelmshaven hat viele schöne Gebäude. Zum Teil sogar „architektonische Hingucker“. Vier davon werden jetzt vom „Club zu Wilhelmshaven“ (CzW) mit dem zum 150. Stadtgeburtstag erstmals verliehenen „Stadtbildpreis“ ausgezeichnet.

Initiator und fachkundiger Motor für das Projekt war der „Arbeitskreis Wissenschaft und Kultur“ unter Leitung von Dr. Werner Keller. Nach einem Aufruf in der „Wilhelmshavener Zeitung“ hatten WZ-Leser zahlreiche Vorschläge für die Prämierung eingereicht. Eine mit Experten gespickte Jury hat danach die Vorschläge gesichtet. Am Ende wurde nicht nur ein Gewinner – wie geplant –, benannt, sondern gleich vier Preisträger ausgewählt.

Vorgabe für die Jury war, dass die auszuzeichnenden Objekte in den vergangenen fünf Jahren gebaut oder restauriert worden sein sollten. Die Preisverleihung an die Bauherren werde am 13. Dezember stattfinden, kündigte CzW-Präsident Holger Ansmann gestern an. Der Stadtbildpreis solle für künftige Bauvorhaben einen zusätzliche Anreiz schaffen, sich um gute Architektur zu bemühen. Ansmann: „Ein ansprechendes Stadtbild ist ein Stück Lebensqualität.“

Ahrstrasse 24

Zu den belobigten Gebäuden gehört das ehemalige „Pumpwerk 1“ an der Ahrstraße 24. Das technische Baudenkmal wurde durch die Eigentümer sehr sensibel restauriert. Es hat nach Ansicht der Jury Anklänge an die Reformarchitektur der Kaiserzeit: Ornamentlosigkeit und auf Funktionalität ausgerichtet. Der Klinkerbau ist typisch für Wilhelmshaven. Die Bauherren sind Nadege Mouflette und Matthias Plümer. Für die Architektur zeichnet Reinhold Schnieder verantwortlich.

Weserstrasse 116

Das Haus Weserstraße 116/Ecke Kurze Straße ist ein Mehrfamilienhaus im wilhelminischem Baustil „Historismus“ – klassisch geordnet, mit aufwendiger Ornamentik versehen. Das Gebäude wurde vom Bauherrn Gerald Hoppmann mit viel Fingerspitzengefühl restauriert und um Balkone ergänzt, die sich nach Ansicht der Jury sehr gut in alte Strukturen einordnen. Beispiel gebend sei auch die handwerklich hervorragende Arbeit. Als Architekt war das Büro „Planquadrat“ (Petersfehn) eingebunden.


Bontekai 63

Das neoklassizistische Torpedolagerhaus wurde durch die Eigentümerin Angelika Reichelt einer neuen Nutzung zugeführt. Neben Gastronomie und Wohnen ist das TheOs (Theater im Oceanis) zu einem neuen Leuchtturm in der Kulturlandschaft der Stadt geworden. Die Jury lobt die klassische Gliederung der Fassade, wobei Vor- und Rücksprünge erhalten wurden. „Durch den zurückhaltenden Einsatz von Neubauelementen bleibt die ursprüngliche Blockhaftigkeit erhalten. Der Unterbau wird nicht bedrängt.“ Der Bau sei ein Zeichen der baulich-kulturellen Entwicklung an der wilhelmshavener Wasserseite. Den Umbau geplant hat das Wilhelmshavener Architekturbüro Dirk Lohe.

Marinestützpunkt

Das Sanitätsunterstützungszentrum im Marinestützpunkt Heppenser Groden wird als Beispiel für eine ästhetisch gelungene Architektur gewürdigt, die sich wohltuend von den umgebenden Kasernenbauten abhebe. Die Reduktion auf Backstein und Fuge passe zur Klinkerarchitektur in Wilhelmshaven. Die Fassadengestaltung mit drei umlaufenden leicht hervortretenden Backsteinbändern erinnere an den Rathaus Baumeister Fritz Höger. Bauherr für das Gebäude war das Staatliche Baumanagement Wilhelmshaven, das vom Architektbüro BKSP (Hannover) unterstützt wurde.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
So sieht einer der zehn neuen Operationssäle im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg aus.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS OLDENBURG Mehr Operationen, Jobs und Patienten – EV nimmt zehn neue Operationssäle in Betrieb

Anja Biewald
Oldenburg
Spannender Lesestoff auf über 50 Seiten: Die erste Ausgabe des neuen Magazins „Tatort Nordwesten“ ist ab sofort erhältlich. Als ePaper kostet das Magazin 5,90 Euro.

TRUE-CRIME-HEFT „Tatort Nordwesten“ als Magazin ab sofort im Shop und ab Montag in den Geschäftsstellen erhältlich

Nicolas Reimer
Im Nordwesten
Podcast
Verlässt im Sommer den VfB: Marcel Appiah

NEUE FOLGE NORDWESTKURVE Warum der VfB Oldenburg seine Verjüngungskur vorantreibt

Lars Blancke Sarom Siebenhaar
Oldenburg
Haben das Demokratiefest am 11. Mai in Schortens aus Sicherheitsgründen abgesagt: die Veranstalter (von links) Detlef Kasig, Axel Homfeldt und Wolfgang Ottens.

SICHERHEITSGRÜNDE Veranstalter sagen Fest für Demokratie in Schortens ab

Jever
Da hofften sie noch auf ein buntes Familienfest (von links): die Initiatoren von „Rock durch die Mitte“ Detlef Kasig (SPD), Axel Homfeldt (CDU) und Wolfgang Ottens (Grüne).

DEMOKRATIE-FEST IN SCHORTENS ABGESAGT Initiatoren sehen Sicherheit am 11. Mai gefährdet

Jeversches Wochenblatt
Schortens