Wilhelmshaven - Ein Jahr Corona-Pandemie: Das hat auch bei den pädagogischen Einrichtungen in Wilhelmshaven seine Spuren hinterlassen. Welche, das beschrieb Jugendamtsleiter Jörg Ratzmann im Jugendhilfeausschuss.
Laut seiner Aussage bildete die Kindertagespflege in Pandemiezeiten die stabilste Betreuungsform. Das Angebot sei voll ausgelastet, der Austausch des Jugendamtes mit den Trägern gut gewesen.
Bei den Kindertagesstätten war die Situation allerdings anders – jüngst auch in Bezug auf die Vergabe von Impfplätzen. Für Verzögerungen sorgte etwa die Verordnung des Landes – das Impfzentrum durfte eine zu Jahresbeginn zusammengestellte Liste mit impfwilligen Kita-Mitarbeitern in Wilhelmshaven nicht nutzen, stattdessen mussten die Kindergärten individuell auf das landesweite Impfportal zurückgreifen. Inzwischen sind, abgesehen von einer Einrichtung, alle Mitarbeiterinnen geimpft. Die Übrigen haben inzwischen einen Termin. Mit Mitarbeiterinnen, die sich über den schleppenden Impffortschritt beschwerten und weitere erschwerende Arbeitsumstände, habe es eine konstruktive und einvernehmliche Aussprache gegeben.
Nerven liegen blank
Neues Portal
Erste Angaben konnten dennoch gemacht werden: Zu Beginn der letzten Anmeldephase waren 36 Kinder noch ohne Platz, inzwischen sei die Zahl auf 12 gesunken. Auffällig sei, dass die Krippenplätze bei der Kita Jade-Campus und an der Thomaskirche eher schleppend belegt wurden. Auch die Hortplätze sind inzwischen belegt. Zudem sei derzeit mit einem möglichen Träger eine neue Gruppe mit 25 Plätzen im Gespräch. Der geplante Bau einer weiteren Kita werde dafür sorgen, dass wieder allen Eltern ein Angebot gemacht werden könne. Zudem regte Ratzmann die Politik dazu an, das Gespräch mit großen Arbeitgebern zur Bildung von Betriebs-Kitas, etwa am Klinikum oder am Jade -Weser-Port zu suchen, um das stadtweite Angebot zu entlasten.
Der Erste Stadtrat Armin Schönfelder erinnerte daran, dass es zur Bedarfsermittlung auch möglich wäre, eine Elternbefragung abzuhalten.
