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Agentur für Arbeit informiert Wie der Start des Studiums in Corona-Zeiten gemeistert wird

Maik Michalski

Wilhelmshaven - Wer zum kommenden Wintersemester ein Studium aufnehmen möchte, ist angesichts der Corona-Epidemie oft verunsichert: Werden die Studiengänge überhaupt regulär beginnen und hat Corona Auswirkungen auf das Bewerbungsverfahren?

Das sind nur zwei Fragen, welche derzeit viele Studieninteressierte beschäftigen. Jens Homberg, Berufsberater in der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, ist seit mehr als 25 Jahren Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Studium, gibt Tipps und Hinweise: „Wer zum Wintersemester 2020/2021 anfangen möchte zu studieren, sollte verfolgen, ob sich aufgrund der Epidemie Termine für Bewerbung und Zulassung verändern.“

Verschobene Termine im Bewerbungsportal

So weist zum Beispiel das Bewerbungsportal „Hochschulstart“, zuständig unter anderem für die Zulassung für Medizin, aber auch für viele andere Studiengänge im sogenannten „Dialogorientierten Serviceverfahren“, auf eine Verschiebung der Termine hin. Das gilt sowohl für die Öffnung des Bewerbungsportals, wie auch für den „Test für medizinische Studiengänge“ TMS, welcher corona-bedingt nicht im Mai stattfinden konnte. „Medizin ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass sich ohne Corona einiges bei der Studienplatzbewerbung geändert hat“, so der Berufsberater.

Veränderte Vergabequoten

So gelten in diesem Jahr erstmals die veränderten Vergabequoten: Die Quote „Wartezeit“ entfällt, die Quote der Abi-Besten wurde auf 30 Prozent erhöht und eine neue Quote im Umfang von zehn Prozent der Plätze wurde eingeführt, in welcher Plätze nur auf Basis schulleistungsunabhängiger Kriterien vergeben werden dürfen.

Auch wenn die Direktbewerbung für andere zulassungsbeschränkte Studiengänge über Portale der Unis und Fachhochschulen der Regelfall bleibt, kann es zu Abweichungen von der Bewerbungsfrist kommen, die bislang meist am 15. Juli endete.


Keine Abiturienten in Niedersachsen

Auch sei damit zu rechnen, dass mehr Schulabsolventen direkt von der Schule ins Studium streben, da angesichts von Corona die oft so beliebten Überbrückungsjahre vor allem im Ausland ausfallen werden. Allerdings wird es in Niedersachsen in diesem Jahr an allgemeinbildenden Gymnasien durch die Rückkehr zum Abi nach 13 Jahren keine Abiturienten geben.

Numerus Clausus könnte spürbar niedriger werden

Dennoch sollte man nun nicht davon ausgehen, dass die Hürde Numerus Clausus gleich überall spürbar niedriger werden wird. Jens Homberg empfiehlt, frühzeitig mit der Berufsberatung einen Termin zur Studienberatung zu vereinbaren. In den derzeit telefonisch stattfindenden Beratungen können alle relevanten Fragen ebenso ausführlich besprochen werden.

Darüber hinaus umfasst die Studienberatung auch Fragen rund um die Studienfinanzierung, ebenso wie die Vermittlung in duale Studiengänge. Für diese sind den Arbeitsagenturen noch viele Plätze gemeldet. Jens Homberg empfiehlt interessierten Absolventen des Jahrgangs 2021, bereits jetzt einen Beratungstermin zu vereinbaren: „Der Startschuss für die Bewerbung für duale Studiengänge mit Beginn 2021 ist längst gefallen.“

Anmeldungen zur Studienberatung nimmt die Agentur für Arbeit unter Tel. 0800/ 55 55 00 (kostenlos) entgegen. Der Beratungstermin wird dann telefonisch vereinbart.

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