WILHELMSHAVEN - 'Chen'-Produkte sind beliebt im asiatischen Raum. Das sind Pfötchen, Öhrchen und Schwänzchen von Schweinen. Produkte, die in Deutschland nicht gänzlich verwertet werden. Doch, was bei uns schwer zu vermarkten ist, ist in Asien eine Delikatesse. Sie sind einer von vielen Exportartikeln des Unternehmens Nordfrost und werden in Hunderten Containern vom Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven an asiatische Anschriften verschifft.
Auf einer 32 Hektar großen Fläche im Wilhelmshavener Containerhafen, nur 500 Meter von der Kaimauer entfernt, wird der Ü;berseehandel abgewickelt. In regelmäßigen Abständen kommen Lastwagen mit Ware. Ein Großteil, etwa 85 Prozent, liefert Lebensmittel an, darunter auch die 'Chen'-Produkte. Sie kommen als frische Schlachtware, portioniert in E2-Kisten, an.
Im sogenannten Weißbereich, der spezielle hygienische Ansprüche erfüllt, werden die Behälter mit Fahrzeugen entladen, gewogen und bereitgestellt. Im nächsten Schritt wird das Frischfleisch in Schockfrosterräume gebracht. 'Wir haben insgesamt acht von diesen Räumen', sagt Kühlhausleiter Philipp Brandstrup. Bei minus 35 Grad Celsius und einer hohen Luftumwälzung werden die tierischen Produkte innerhalb von 24 Stunden auf minus 18 Grad Celsius schockgefrostet und somit konserviert. Ein enormer Energieaufwand, weswegen der Standort ein eigenes Blockheizkraftwerk hat, das den Großteil des benötigten Stroms erzeugt.
Sobald die Ware erstarrt ist, kommt sie ins Tiefkühllager des Kühlhauses. Dabei verfügt der Standort über 70000 Qua-dratmeter Lagerfläche und 105000 Paletten-Stellplätze. Etwa zwei Drittel des Lagers sind für temperierte Lebensmittel, aufgeteilt in Tiefkühlware (Lagerung bei mindestens minus 18 Grad Celsius, zum Beispiel Speiseeis und Pommes frites), Frischwaren (Lagerung bei etwa plus vier Grad Celsius, zum Beispiel Obst und Gemüse) und temperierte Ware (Lagerung bei plus 14 bis 18 Grad Celsius, zum Beispiel Schokolade), vorgesehen. Der Rest des Platzes, ein Drittel, ist für Trockenware (Möbel, Granulate).
Die 'Chen'-Produkte, deren Weg wir hier beispielhaft verfolgen, werden bei minus 22 Grad Celsius gelagert - so lange, bis ein Kunde sie abruft. Dann beginnt die Arbeit von Eike Voigt.
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