Wilhelmshaven - Mit einem neuen Angebot geht die junge Volkshochschule Wilhelmshaven in Kooperation mit dem Jugendzentrum Point und der Jungen Landesbühne an den Start. In der letzten Sommerferienwoche, von Montag, 17. August, bis Montag, 24. August, findet in den Räumen der drei Institutionen der „Talentcampus 2020“ statt. Bis zu 28 Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren können teilnehmen. Das Angebot ist kostenlos und wird gefördert vom Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Kultur.
Unter dem Motto „Einfach mal die Welt retten – Wilhelmshaven 2030“ setzen die Teilnehmer sich mit der Frage auseinander, wie die Welt in zehn Jahren aussieht – im besten Fall und im schlimmsten Fall. In kleinen Szenen entwerfen sie in vier Gruppen Best- und Worst-Case-Szenarien und setzen sich dafür mit Fragen auseinander wie: Wovor habe ich Angst? Wie stelle ich mir Arbeit vor? Wie bewege ich mich von A nach B? Warum gibt es Kriege? Warum hungern Menschen? Was ist gesund? Wie geht das mit dem Klimawandel? Welche Tiere sind vom Aussterben bedroht? Was kann ich tun? Was tun die Politiker? Und: Wie viel Abstand halten wir wohl 2030 voneinander? Auch Politiker und Wissenschaftler sind eingeladen und kommentieren das Entstehende.
Ursprünglich fand das Projekt im Jugendhaus Jever statt
Dass der Talentcampus gerade im Jahr der Corona-Pandemie startet, mache das Ganze noch spannender und werde sicher Einfluss auf die Ergebnisse haben, so Theaterpädagoge Frank Fuhrmann.
Die Situation verlangt aber auch, dass Hygieneregeln eingehalten werden. Deshalb verteilen sich die Teilnehmer auf die Volkshochschule, die Landesbühne und das Point und sind in Räumen untergebracht, in denen Abstand halten möglich ist. Ein kostenloses Mittagessen ist inklusive, auch das kann unter Einhaltung der Hygieneregeln angeboten werden. Der Talentcampus hat bereits fünf Jahre lang im Jugendhaus Jever in Kooperation mit der Volkshochschule Friesland-Wittmund stattgefunden. 2014 zum Beispiel war der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sehr präsent in den Medien und hat sich in den erarbeiteten Szenen der Teilnehmer niedergeschlagen. In diesem Jahr werden die Ergebnisse sicherlich anders aussehen. Ziel des Projekts ist es auch, dass es nachhaltig ist. Die Jugendlichen sollen sich auch in den kommenden Jahren mit der Frage nach einem guten Leben beschäftigen. Anmeldungen sind möglich unter der Tel. 16 40 00 oder per E-Mail unter sonja.schaefer@vhs-whv.de. Es gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Weitere Fragen beantwortet Frank Fuhrmann unter Tel. 94 01 49.
